RomciMischc Schule
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Freund der Frau von Staill und dem Kritiker ihrer klassizistischen Meisterzu vollziehen. Heine kannte keine Grenzen, wenn er gereizt war, erbesaß die Rachsucht Shylocks. Den ehemaligen Lehrer stellte er alseinen alten Geck und Ignoranten hin, und selbst veraltete Skandal-geschichten aus seinem Eheleben wurden ausgegraben, um den einstVerehrten lächerlich zu macheu. Heine hatte keine Achtung vor denTräumen seiner Jugend. Den andern Romantikern wird er meistensgerecht. Mit starken Strichen und feinem Witz versteht er sie undihre Kunst zu charakterisieren. Was er über Tieck trotz mancherpersönlichen Schärfe, über Hostmann, Novalis, Brentano, Achimvon Arnim, Zacharias Werner und Fouguo sagt, gehört noch heutezu dem Besten, was über diese Dichter gesagt worden ist. Vorallem ihre Verdienste um die Erneuerung und Sammlung derVolkslieder werden rückhaltlos anerkannt. Dagegen erregte dieKritik Uhlands Empörung bei dessen schwäbischen Landsleuten underweckt noch heute Bedenken. Zweifellos unterschätzte Heine seinepoetischen Leistungen, aber nicht auf sie gründete er sein abfälligesUrteil, sondern auf die historische Stellung des schwäbischen Dichters.Nur seine Hingabe an die Romantik wird getadelt, aber — wasbei Heine sehr selten ist — ohne jede persönliche Gehässigkeit, ob-gleich nach dem Urteil eines objektiven Beobachters wie Robertvon Mohls sowohl das Auftreten wie die politische Tätigkeit Uhlandszum Spott die beste Gelegenheit bot. Heine sagte sich mit Weh-mut von dem Dichter los, den er einst so hoch geschätzt hatte. SeinUrteil über die romantische Schule faßt er dahin zusammen, daßihr Wirken nicht nur in der Literatur, sondern auch in der Politikverhängnisvoll war, „sie gefährdete die Freiheit und das Glück meinesVaterlandes". Man wird ihm nicht ganz unrecht geben können.
Die Schrift „Zur Geschichte der Religion und Philosophie inDeutschland" (IV, 161) erschien zuerst in der „Uovuo ckos OsuxUonä68° in Form von drei Aufsätzen im Laufe des Jahres 1834.Nach wenigen Monaten kam die deutsche Buchausgabe (Januar 1835)heraus, die allerdings teils von Campe aus Angst vor der Zensur,teils von dieser selbst arg verstümmelt war. Die französische Aus-
Wolff, Heine 26