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XIV. Im journalistischen Dienst
pfänglich. Viele der besten Männer und Frauen schlössen sich demneuen Ideal an. In Saint-Amand Bazard und Prosper Ensantinfanden sich zwei hochbegabte Führer, die das Werk ihres Meistersfortsetzten, der eine mehr in volkswirtschaftlich-sozialistischer, derandre mehr in religiös-mystischer Richtung. Im „OrMnisutsrir"und im „lllobs" besaßen sie zwei Zeitschriften, die eifrig Propagandatrieben. Nicht nur in Paris, sondern auch in verschiedenen größerenProvinzstädten bildeten sich Saint-Simonistische Gemeinschaften,die zunächst in kleinem Maßstab die Lehre in die Praxis um-zusetzen versuchten. Dabei kam es zu einer Spaltung wegen derEmanzipation der Frauen. Ensantin wollte ihnen genau dieselbenRechte wie den Männern zugestehen, die gemäßigtere Richtung ver-warf diese „Reglementation des Ehebruchs". Aber Ensantin ließsich dadurch nicht beirren, er ging noch weiter und forderte inseiner Eigenschaft als „Haupt der Saiut-Simonistischen Religionund als sittlichster Mensch seiner Zeit" die Gemeinschaft der Frauen.Das führte zu einer neuen Spaltung, und nur ein kleines Häufleinvon Unentwegten harrte bei Ensantin aus, mit dem er sich auf seinväterliches Erbgut bei Menilmontaut zurückzog. Obgleich sie dort einsehr einfaches Leben führten, hatten sie durch ihre Theorien dieöffentliche Meinung stark gegen sich aufgebracht. Der Staatsanwalterhob wegen unerlaubter Verbindung, Aufwiegelung der Massenund Verbreitung unsittlicher Lehren die öffentliche Anklage, unddas Schwurgericht verurteilte vier der führenden Saint-Simonisten— Ensantin, Michel Chevalier, Duveyrier und Barrault — zu mehr-jährigen Gefängnisstrafen. Ensantin wurde bald begnadigt, zog esaber vor, außer Landes zu gehen, und fand in Ägypten eine An-stellung als Ingenieur. Erst 1837 kehrte er nach Frankreich zurückund starb dort 1864 als Chefingenieur der Rothschildschen Nord-bahn. Wenn er und seine Gesinnungsgenossen in die Industriezurückkehrten, nachdem sie in ihrer Jugend die hohen Priester desSaint-Simonismus gespielt hatten, so handelten sie damit durchausim Sinne ihres Meisters. Seine Lehre war in ihrem innerstenKern eine wirtschaftliche, die auf dem Ausbau der Industrie ge-