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Heinrich Heine
Entstehung
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348
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348 XIII. In Paris

nahmen, aber das langte natürlich nicht für einen Mann, der gernin den besten Restaurants verkehrte, edle Weine, wenn auch in be-scheidenen Mengen, liebte und dem für Geld zugänglichen Teildes weiblichen Geschlechtes huldigte. Die Hamburger Fiuanzmisörewurde nach Paris übertragen, das ewige Feilschen mit dem geizigenOnkel und dem knickrigen Verleger. Aber es half alles nichts,Heine war nach wie vor darauf angewiesen, zu borgen und Schuldenzu machen. Kaum einen unter seinen Freunden gibt es, der nichtangepumpt wurde, selbst dem treuen Moser, dem er die Freund-schaft aufgekündigt hatte, schrieb er wieder, als er sich in Geld-verlegenheit befand und keinen andren Ausweg sah. Meyerbeerund andere haben den Dichter mit mehr oder weniger großen Summenunterstützt, aber geringen Dank geerntet. Fast mit jedem dieserWohltäter hat sich Heine nachträglich überworfen, nicht weil, aberobgleich sie ihm geholfen hatten.

In seiner Not dachte er daran, seine Beziehungen zu den Roth-schilds und den Foulds, den reichen jüdischen Bankhäusern, an die erdurch den Onkel empfohlen war, zu gewinnbringenden Börsenspeku-lationen auszunutzen. Er brandmarkte zwar denStaatspapierschacherals das nichtswürdigste Geschäft", aber die moralische Empörung ver-hinderte ihn nicht, sich daran zu beteiligen, und er scheint zeitweilig mitgutem Erfolg operiert zu haben, bis er später in die Hände zweifelhafterSpekulanten, besonders in die von Lassalles säubern Schwager Fried-land fiel, durch die er nicht nur sein bescheidenes Guthaben, sondernnoch darüber hinaus verlor. Bei diesen schon bedenklichen Geschäftenscheint sich Heine sei es aus Unkenntnis, Leichtsinn oder Ge-winnsucht sehr unbedenklich benommen zu haben, wenigstens hängtes wohl mit derartigen Machenschaften zusammen, daß er das HausFould nicht mehr betreten, ja daß dort sein Name nicht genanntwerden durfte. Heine kannte, wenn er Geld brauchte, ähnlich wieRichard Wagner keine Bedenken. Er fragte nicht danach, von wemes kam, sondern er nahm es unter dem Druck des augenblicklichenBedürfnisses, ohne sich die möglichen Folgen klar zu machen.

Nur daraus läßt es sich erklären, nicht verteidigen, daß er sich von