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Heinrich Heine
Entstehung
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339
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Der Saint-Simonismus

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Begeisterung über die Julirevolution nach Paris geeilt, um sichan der Sonne der neuen Freiheit zu erwärmen. Er war in Ham-burg geblieben und erstaunlicherweise taucht nicht einmal in seinenBriefen der Gedanke auf, nach Paris zu gehen, mit dem er sichfrüher so oft beschäftigt hatte. Erst um Neujahr 1831, also einhalbes Jahr nach dem Sieg der Freiheit, tritt er dem alten Planewieder näher. Ein neues Zerwürfnis mit dem reichen Onkel hatteim November stattgefunden, es muß besonders ernst gewesen sein,denn Heine erklärte einmal wieder in einer Anwandlung von Stolz,daß er seinen bisherigen Geldgeberderelinquieren" und sich fürden Notfall nach neuen Ressourcen umsehen müsse. Er klagt bitterüber seine Lage. Er habe zwar keine Schulden, aber mehr als diepositive Not plage ihn der Ärger über eigne Unbeholfenheit, Fehl--griffe und Dummheit. Das mag sich zum Teil auf Campe be-ziehen, den der Dichter als einen Filou und Schuft bezeichnete undder ihm offenbar gerade einen von seinen vielen kleinlichen Streichengespielt hatte, zum größeren Teil aber auf die Differenz mit So-lomon Heine. Varnhagen allerdings nahm den Konflikt wenigertragisch und riet wie in allen früheren Fällen zur Versöhnung,ein Rat, der von Heine, wenn auchoontrs oosur", befolgt wurde,um wenigstens bei plötzlichen Schlägen einen Schutz zu haben".

Aber der Dichter wollte dieses Mal um jeden Preis eine Änderungder Lage herbeiführen, selbst auf die Gefahr, Deutschland zu verlassen.Allerdings stand die Übersiedlung nach Paris nur als letzter undunerwünschter Ausweg vor seinen Augen, er wollte sichzumÄußersten nur im äußersten Fall" entschließen. Mit erstaunlicherEinsicht in seine Lage und seine Zukunft sah er, daß er mit derAuswanderung als Dichter erledigt wäre und daß er als Politiker,fern der Heimat, nach links abgedrängt und zu einem unheilbarenBruch mit den deutschen Machthaber« getrieben würde. Er batdaher Varnhagen, nichts unversucht zu lassen, ihm eine An-stellung in Berlin oder Wien zu verschaffen. Ob er noch immereine Professur in der preußischen Hauptstadt im Auge hatte, istunbekannt, und über den Wiener Plänen liegt völliges Dunkel.

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