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Heinrich Heine
Entstehung
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Ludwig I.

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und antike Skulpturen, gründete Museen und begünstigte das Theater,kurz er hat München zur Kunststadt gemacht und den Grundsteinzn seinem heutigen Ruf gelegt. Das ist um so mehr anzuerkennen,als ihm nur sehr kleine Mittel zu Gebote standen, die er abertrefflich zu verwalten wußte. Als sparsamer Hausvater hielt ertrotz aller seiner Liebhabereien die Finanzen seines Landes in guterOrdnung. Ludwig wird zumeist unterschätzt. Er war gewiß nichtfrei von Lächerlichkeiten. Seine Kunstbegeisterung wurde häufig zurManie, sein Patriotismus artete in Deutschtümelei aus und seineeignen Verse zeichneten sich durch die bekannte sprachwidrige Häufungvon Partizipien aus. Auch das häßliche Äußere des Mannes botim Gegensatz zu seinem innern Drang nach Schönheit dem Spotteine leichte Zielscheibe. Aber er wollte das Beste seines Landesund, soweit sein Verständnis reichte, auch das des größern deutschenVaterlandes.

Heine hat sich in München nicht recht wohl gefühlt. Vor allembekam ihm das Klima der rauhen Hochebene nicht, er litt vielunter Erkältungen, die seine Ängstlichkeit so stark übertrieb, daß erin manchen Briefen mit einem baldigen Tode rechnete und vonden Bekannten schon einen sentimentalen Abschied nahm. Späterfreilich erklärte er, er habe in München ein herrliches Leben geführt,aber während des Aufenthaltes selbst überwiegen die Klagen undnur gelegentlich bemerkt er, daß es ihm gut gehe. Einen Verkehrmit den Männern der liberalen Partei hat er nicht gehabt, wohlauch nicht gesucht. Mit Malern kam er viel zusammen, er be-wunderte Cornelius, seinen Landsmann, bei dessen Bruder er inDüsseldorf einst zeichnen gelernt hatte. Wenn er aber dieses Hauptder Nazarener mit Rubens verglich, so beweist das ein noch sehrgeringes Verständnis für die Malerei. Erst in München und aufder italienischen Reise hat er sein Auge für das Wesen dieser Kunstgebildet. Sonst verkehrte er in München wieder imFoyer derNoblesse". Eine junge Gräfin Bothmer entzückte sein leicht erreg-bares Herz und mit dem Mann ihrer Schwester, dem russischenAttache Baron Tutschew, befreundete er sich. Der Umgang mit