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Heinrich Heine
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VII. Abschluß des Studiums

Berlin oder in Lüneburg Hütte er sich vermutlich niemals dazuverstanden. In Göttingen war das Zugehörigkeitsgefühl zum Juden-tum zurückgedrängt worden, aber trotzdem empfand Heine den Glau-benswechsel als einen Bruch mit seinen Idealen, als einen Verratan sich selber.Es wäre mir leid," schrieb er später an Moser,wenn mein Getanftsein Dir in einem günstigen Licht erscheinenkönnte. Ich versichere Dich, wenn die Gesetze das Stehlensilberner Löffel erlaubten, so würde ich mich nicht getauft haben."Heine war in diesem Fall von rücksichtslosester Ehrlichkeit gegensich selbst wie gegen seine Freunde, er täuschte weder sie noch sichdarüber, daß er nur um des äußeren Vorteils willen seine Re-ligion wechselte. Er machte sich nicht besser, als er war, er kannteseine eigene Schwäche und schrieb von sich selber, daßGeldmangelnicht den mindesten Einfluß auf seine Grundsätze, aber desto mehrauf seine Handlungen" habe. Aber was sind Grundsätze, denen dieeigene Tat ins Gesicht schlägt? Es hat keinen Zweck zu untersuchen,ob Heine keine andere Möglichkeit besaß, es genügt, daß er keinesah und sich deshalb in das Christentum aufnehmen ließ, in das-selbe Christentum, gegen das er damals die schwersten Schmähungenerhob. Sein ehemaliger Freund Gans war ihm vorausgegangen.Ihm gilt ein Gedicht, das der Verfasser ebensogut sich selber widmenkonnte und wohl auch gewidmet hat:

O des heit'gen Jugendmutes!

O wie schnell bist du gebändigt!

Und du hast dich, kühlern Blutes,mit dem lieben Herrn verständigt!

Und du bist zu Kreuz gekrochen,zu dem Kreuz, das du verachtest,das du noch vor wenig' Wochenin den Staub zu treten dachtest!

O, das tut das viele Lesenjener Schlegel, Haller, Burkegestern noch ein Held gewesen,ist man heute schon ein Schurke. (II, 166)

Später bezeichnete der Dichter den Religionswechsel als die