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Heinrich Heine
Entstehung
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Unwürdige Lage

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diese Leute in seinem beleidigten Selbstgefühl alsHundepack" be-zeichnen.

Seine damalige Lage war unwürdig. Ohne Beruf, ohne Stel-lung, ohne sichere Aussicht für die Zukunft, ja ohne zu wissen,wovon er morgen leben sollte, saß er in Lüneburg und wartete, obund wann es dem reichen Onkel gefallen würde, sich seiner an-zunehmen. Dazu kamen die peinigenden Geldverlegenheiten, die ihndas ganze Leben lang nicht losließen. Der Wechsel, den ihm SolomonHeine gewährte, reichte natürlich bei seiner Lebensweise nicht aus.So mußte er borgen, und er hat so ziemlich alle Leute angepumpt,die in nähere Berührung zu ihm traten. In jener Zeit sind eslächerlich kleine Summen; bald schuldet er Moser zehn, bald Sethesechs Louis, ja von Raumer borgt er zwei und von Lehmann sogar nureinen Louis, ohne ihn zurückzahlen zu können. Er war, wie erselbst zugesteht,kein delikater, zart fühlender Jüngling, der rotwird, wenn er Geld borgen muß, und stottert, wenn er von denbesten Freunden Hilfe verlangt". Nein, er besaßin solchen Fällenein dickhäutiges Gefühl", aber die Jämmerlichkeit dieser Verpflich-tungen und die Kleinlichkeit dieser Defizitwirtschaft mußten ihnnervös machen und bei aller Dickhäutigkeit seinen Stolz verletzen.Sie stumpften aber mit der Dauer auch sein moralisches Gefühlab und gewöhnten ihn an eine sehr laxe Auffassung in Geldsachen.Es wurde ihm geläufig, Geld zu nehmen, ohne sich darum zukümmern, ob er es jemals werde zurückzahlen können. Es genügteihm, ein vorhandenes Loch zuzustopfen, ohne sich über die Art undWeise Skrupeln zu machen. Mit den Jahren wurde Heine immerunbedenklicher in seinen finanziellen Manövern. Dazu kam sein Speku-lationsgeist, der ihn zuerst an den Pharaotisch, später an die Börsetrieb. In Lüneburg verfügte er über diese Hilfsmittel nicht. Seinedamalige Situation war äußerst peinlich. Mit dem Selbstgefühleines Dichters, den Schulden eines Studenten und den Aussichteneines verlornen Sohnes saß er bei den Eltern, die selber von derGnade des reichen Bruders zehrteu.

Heine hatte Grund, verstimmt zu sein. Am meisten allerdings