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eine hatte die ersten Proben seiner Poesie 1317 in „Ham-burgs Wächter" herausgegeben, in den nächsten Jahren gab ergelegentlich einzelne Gedichte an andere Zeitungen, wie den „Rheinisch-westfälischen Anzeiger" oder die „Abendzeitung". Es war damalsfür einen Anfänger verhältnismäßig leicht, seine Poesien in Tage-blättern und Zeitschriften unterzubringen; der Raum, der heutedurch die Politik und den telegraphischen Nachrichtendienst be-ansprucht wird, stand der Literatur zur Verfügung. Auch die Leser-schaft besaß mehr Interesse für die Lyrik. Ein junger Autor konntewohl gedruckt werden, aber er vermochte auf diese Weise nicht, sichdurchzusetzen, am wenigsten durch eine Veröffentlichung in Provinzial-zeitungen mit einem örtlich beschränkten Leserkreis. In Göttingenmachte Heine einen erfolglosen Versuch, seine Gedichte in Buchformherauszugeben, und in Berlin setzte er diese Bemühungen fort. DurchVarnhagen lernte er den Professor Gubitz kennen, der damals dietonangebende Zeitschrift der Residenz, den „Gesellschafter. Blätterfür Geist und Herz" redigierte, und dieser nahm verschiedene Ge-dichte in sein angesehenes Blatt auf, nachdem sich der jugend-liche Verfasser zu gewissen Änderungen verstanden hatte. Heineübergab Gubitz die Gedichte mit den bezeichnenden Worten: „Ichbin Ihnen völlig unbekannt, will aber durch Sie bekannt werden."Das gelang ihm wenigstens so weit, daß sich die Maurersche Buch-handlung in Berlin bereit fand, im Dezember 1821 einen Band„Gedichte" von H. Heine zu veröffentlichen. Es waren etwa sechzigNummern, ungefähr die Gedichte, die später in das „Buch der Lieder"und zwar in die erste Abteilung „Junge Leiden" aufgenommenwurden. Dazu einige Byron-Übersetzungen. In der literarischen An-kündigung rühmte der Verlag, daß sein neuer Autor „durch selteneTiefe der Empfindung, lebendige humoristische Anschauung undkecke, gewaltige Darstellung eine überraschende Originalität be-urkunde", daß „fast alle Gedichte im Geist und im schlichten Ton