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Heinrich Heine
Entstehung
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Solomon Heine

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die Person des Onkels einzustellen, dem er nur durch gleichmäßigeWürde hätte imponieren könnein Statt dessen schmeichelte er ihmheute und verletzte ihn morgen, erniedrigte sich bald vor ihm undüberhob sich bald über das zulässige Maß. Mit einer in jüdischenKreisen häufigen Auffassung glaubte er ein Recht auf sein Geldzu haben, er erhob den Anspruch, ein sorgenloses Leben zu führen,weil er einen reichen Verwandten besaß. Er forderte, wo der andereallenfalls bereit war, sich erbitten zu lassen. Das führte zu denunerquicklichsten Auseinandersetzungen und Korrespondenzen. DerOnkel schlug mit dem Dreschflegel der Grobheit los, der Dichter stachmit dem spitzen Dolch des Spottes. Sie ereiferten und erbitterten sich,um sich nach kürzerem oder längerem Schmollen regelmäßig wiederzu versöhnen; immerhin bewahrten sie noch eine gewisse Haltung,die erst später in dem Kampfe gegen den Sohn sowohl auf feitendes Dichters wie des Millionärs völlig verloren ging.

Heine ist niemals weder bei Lebzeiten noch nach dem Todeseines Onkels zu einem klaren Urteil über diesen gelangt. Baldbewunderte er ihn als einen der edelsten Menschen und ermahnteseine Freunde, sich die Bekanntschaft mit diesem seltenen Mannund warmherzigen Menschenfreund nicht entgehen zu lassen, baldschimpfte er auf ihn in den wüstesten Ausdrücken. Lob und Tadelsind bedingt durch das Maß der Unterstützung, das der Dichtergerade erhielt, und als er im Testament des Toten, allerdings inbefremdlicher Weise benachteiligt war, da schleuderte er ihm diefurchtbaren Verse nach (II, 105):

Hinunter jetzt ins Land der Qual,wo Händeringen nur und Zähneklappcn

Ich reiße dir die Larve ab,der angeprahlten Großmut Purpurlappen

Jetzt weiß ich, was ich wissen wollt',und gern, mein Mörder, will ich dir verzeihen;doch hindern kann ich nicht, daß jetztschmachvoll die Teufel dir ins Antlitz speien.

Das sind ungeheuerliche Übertreibungen, wie man überhaupt HeinesÄußerungen über Menschen und Dinge sehr vorsichtig aufnehmen muß,