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[Hauptbd] (1904)
Entstehung
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83 a,

Paull Lentzeauf Blumfeld, später in Dramburg 1619—26.

In den Lehnscvpiarien der Neumark wird Paull Lentze als Besitzer des Lehn-gutes Blumfeld beglaubigt, der sich in den Jahren 1619 u. 20 mit einemadeligen Nachbar wegen einer Schuld des Letzteren an ihn vertrug.

Als aber die Greuel des 30jährigen Krieges sich auch über Nord-Deutschland ergossen und die nmherstreifenden wilden Horden die einsam ge-legenen Rittergüter plünderten, zogen sich die Besitzer mit ihren Familien indie Städte zurück. Paull L. flüchtete nach Dramburg und scheint auch daselbstgestorben zu sein. Seine Familie war im Kriege verarmt. Sein UrenkelDaniel Lentze betrieb in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts das Hand-werk eines Sartor — Schneidermeisters in Dramburg.

836.

Daniel Lentze,

sartor,

wird an einer Stelle des Kirchenbuches auch „Knvpfmachermeister" genannt.Diesem ward am 29. April 1738 von seiner Ehefrau Sophie Schulz 1. einSohn Franz und 2. am 20. Februar 1741 ein zweiter Sohn geboren, der inder heiligen Taufe am 6. März es. a. die Namen Daniel Friedrich Lentzeerhielt.

Der würdige, fleißige Meister Lentze stichelte soviel zusammen, daß erseinen jüngeren Sohn sogar konnte studieren lassen. Derselbe schrieb sich alsGeistlicher einfach „Lentz".

83 e.

2. Daniel Friedrich Lentz,

Superintendent in Kolberg, geb. 25. 2. 1741, ch 1. 2. 1798,

des Knopfmachermeisters Daniel Lentze in Dramburg anderer Sohn, studiertein Halle 3 Jahre Theologie, erhielt 1762 das Kantorat in Neustettin, wurdeam 1. September 1764 in das Pfarramt zu Altenwalde (Par. Lubvw, Spn.Tempelburg) voeiert und am 6. Dezember es. a. zum Amte geweiht, blieb aber,da das Pfarrhans in Altenwalde unbewohnbar, im Kantorat zu Nenstettin undgab 1765 die Vvkation zurück, um den Neustettiner Präpositus Mützel währendseiner Krankheit zu unterstützen.

Nach dessen Tode ging er 1767 in das Diakonat zu Cöslin, wurde 1775Feldprediger bei dem v. Billerbeckschen, später v. Langeschen Regiment.

Endlich ward er am 20. September 1778 als Präpositus und Pastor prini.an St. Marien in Kolberg eingeführt, woselbst er zu Weihnachten die Antritts-predigt hielt. 20 Jahre hindurch hat er in der Stadt und dem dazugehörigenKirchenkreise im Segen gewirkt, bis er am 1. Februar 1798 nach sünswvchent-lichem Krankenlager an Brustentzündung starb.

Im Sterberegister von St. Marien ist hierüber folgendes zu lesen: