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[Hauptbd] (1904)
Entstehung
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Außerdem sind folgende Töchter genannt-

a) Anna Elisabeth, geb. 1648, ch 19. 8. 1682 an'der Pest, ver-heiratet mit dem Kaufmann Ballerstaedt in Stendal;

b) Sophia, geb. 7. 2. 1656, P 23. 9. 1682 an der Pest und

c) Eva Catharina, geb. 9. 10. 1667, ch 7. 6. 1669.

Als Kuriosum sei noch mitgeteilt, daß ein Hutmachergeselle den PastorSamuel Lentz II., da er ihn etliche Male in der Kirche zu Stendal predigengehört, nach der Imagination gemalet und das Bildnis darnach ihm präsentieret.

Den vorhin erwähnten goldenen Ring mit Kaiser Caroli V. Bildnis, denLuther seiner Zeit seiner Schwester Margarethe zum Geschenk gemacht, verkauftensie während des 30jährigen Krieges „nothalber" für 30 Taler nach Hamburgan den Juriskonsnlt. Dom. Walter.

Den silbernen Becher dagegen, welcher gleichfalls aus der Erbschaft Luthersherstammt, hat Samuel Lentz II. aufs sorgfältigste gehütet und aufgehoben.Diesen Becher vererbte er auf seinen Sohn, den Oberamtmann Konstantin Lentz,Besitzer des Rittergutes Rieda, zu dessen Jnventarienstücken derselbe hinfortzählte. Er wird noch heute in der Familie in hohen Ehren gehalten.

Von den 6 Söhnen des General-Superintendenten lll. Samuel Lentz II.sind drei Stammhäupter von zum Teil berühmten und umfangreichen Familien-zweigen geworden, die noch heute in voller Kraft und Blüte stehen.

Der älteste Sohn: Samuel Lentz III., Pastor zu Egeln und Inspektordes Holzkreises, geb. 14. 7. 1644, ch 23. 5. 1722, wurde der Stammvater despommerschen Zweiges 3. (Siehe sein Lebensbild daselbst).

Der andere Sohn: Daniel Lentz, chnrfürstlich brandenburgischer Ober-Accißeinnehmer des Ascherslebener Kreises und seit 1675 Stadt-Schultheiß zuAschersleben, geb. 20. 1. 1651, P 26. 7. 1688, ist das Stammhaupt eines früherloschenen sächsischen Nebenzweiges geworden. Sein Lebensbild steht zuAnsang desselben.

Der dritte Sohn: Elias Lentz III., geboren am 6. November 1653 inStendal, siel 1675 als brandenburgischer Dragonerfähnrich im schwedischen Kriegein Pommern.

Der vierte Sohn: Johann Christian Lentz I., Kauf- und Handelsherrin Stendal, Erbherr von Rieda, geb. 26. 8. 1658, ch 1. 8. 1741 ist derStammvater zweier Zweige des Geschlechts: des ostsriesischen und alt-märkischen. (Siehe sein Lebensbild daselbst).

Der fünfte Sohn: Paul Lentz, landgräfl. hessischer Hof- und Kammerrat,geb. 24. 11. 1661, ch 18. 10. 1705, ist gleichfalls Stammvater von zwei be-rühmten Zweigen: des oldenbnrgischen und des braunschweigischen. SeinLebensbild steht zu Anfang dieser beiden Zweige.