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1,2 (1806)
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ohne gelbe Gläserden Text ansehen will, der mußvis nothwcndig ganz anders finden. Nämlichjene Perser, die an dem vorhin angesetzten Mord-tage zu Susan und im ganzen Reiche umkamenwaren sämtlich solche, die aus Bosheit und Raub-begierde, (selbst noch nach Hamans Sturz) sich andie Juden machen, sie im Aufstand vertilgen undsich ihrer Güter bemächtigen wollten. Da mußtenun, weil man nach persischer Sitte den erstenBefehl nicht widerrufen konnte, — warum dochanfangs die Esther bath, Kap. 8, 5. — die Er-laub n iß ausgewirkt werden, daß die Juden nö-thigen Falles Gewalt mit Gewalt abtreibenkönnten. Haben wir doch alle das Recht unsunsers Leibes zu erwehren, und für unser Lebenzu stehen. Und also waren die Leute, welche hierumkamen, selbst an ihrem Tode schuld. Diswar, um ein Beyspiel zu nennen, eben so, alswenn in Frankreich bey der bekannten Bluthoch-zeit die Hugenotten oder Protestanten sich nachMenschenrccht zur Wehr gestellct hätten. Dochdarum ward dort klüglich die Nacht gewählet, umsie mit Sicherheit zu überfallen, und im erstenSchrecken — weil der mordende Haufe so großwar — ihnen die Vertheidigung und Gegenwehrunmöglich zu machen.

Jetzt hoffe ich mit diesem Aufsatz vor andern

die