Per
denen diese Bedeck'nng deö mir Wachs überzogenen Zündkornsmangelte, wurden 1818 von Prälat, 1820 van Renette undPott er verfertigt; einige der eben erwähnten Büchsenmacherbrachte» auch wohl besondere kleine Behälter an ihren Schlös-sern an, worin eine Anzahl (20 bis 80) Zündkörnern sich befand,so das? bei jedem Fertigmachen zum Schuß allezeit Eins davonauf die Pfanne fiel. Seitdem jedoch 1818 von Prälat oderDcbonbcrt die kupfernen Zündhütchen erfunden und dieSchlosser dem gemäß eingerichtet wurden, fand diese Einrich-tung bald so großen und allgemeinen Beifall, daß sie fast ans- -schließend gebraucht und selbst für das Soldatengcwehr vorge-schlagen schon seit 1825 und versuchsweise bei der hannöveri-schen, bayerischen und würtembcrgischen Armee angewendet ward.Fig. 00. stellt ein, für diesen Zweck abgeändertes, gewöhnlichesFenerschloß vor, und zwar ans der äußern, 11 auf der inner»Seite. Der Hahn 1 ist hier als Hammer eingerichtet, mit ei-ner Höhlung in der Mitte, die genau auf den, zur Aufnahmedes mit Knallpnlver gefüllten Kupferhütchcns bestimmten,Zündkcgcl ä paßt. Dieser ist unten zu einer Schraube mangeschnitten, um ihn in die S e i t cnv erstä rku ng des Kau-fes s schrauben zu können, die in dem ehemals für die Pfannegemachten Ausschnitte des Schloßblattes sitzt, nachdem die vor-stehende Ecke desselben nbo hinweg genommen worden. Das in-nere Schloß 1-, dessen Thcile bloß die Bewegung des Schlag-hahnes 1 hervorbringen/bleibt demnach unverändert, am äu-ßeren aber fehlt der Pfanndeckcl mit seinem Stifte Nro. 1;die Pfann- oder Deckclfeder mit ihren beiden Stiften Nro. 2und 3, und die Pfanne mit ihrer Schraube Nro. 4, derenSchrauben- und Stiftlöchcr zugemacht sind, (l zeigt den Durch-schnitt des Laufes, mit dem äußern Ansatz » und dem Zündkc-gel 4; in 11 aber ist der Hahn von Vorne dargestellt, um dieHöhlung desselben k bemerklich zumachen, welche über den Zünd-kcgcl greift, und das Umherfliegen der Splitter des crplodircn-den Kupferhütchens verhindert, wenn der Hahn — nach derErfahrung — mit einer Kraft von 20 Pfund darauf schlägt,die durch den Druck der Schlagfedcr hervorgebracht wird.
Vergleicht man die Perkussienszündnng mit demgewöhnlichen Jagdgewehre, dessen Konstruktion das Aufschüttenvon Zündpulvcr auf die Pfanne erfordert, oder auch mit demSvldatcngewehr vou derselben Einrichtung, so gewährt allerdingsdie erstcrc den Northeil einer schnellern Ladung, weil dasBeschütten der Pfanne wcg?blcibt, das noch den Nachtheil hat,den Schuß zu schwachen, wenn der Soldat im Gefecht ans Uc-,bcreilung zu viel Pulver auf die Pfanne laufen läßt, oder wohlgar einen Theil davon verschüttet. Das eine oder das andereist besonders zur Nachtzeit schwer zu vermeiden, und hier mit