590 Mör Mon
gen durch die niedrigen Eingange der Kasematten und durch dieAusfallthore zu fahren. Die Franzosen haben für diesen Zweckdie Walze »schleife, die aus zwei unten geraden Kufen be-steht. durch drei Riegel verbunden, die unten zwei Ausschnitte fürdie Walzen haben. Diese sind da, wo sie den Erdboden berüh-ren, 8 Zoll dick, und haben an ihren hervorstehenden Enden zweisenkrecht auf einanderstehende, 14"" weite Locher, um die Schleifevermittelst in sie geschobener eiserner Handspeichen von 3'/, FußLange fortzubewegen. Auch sind Wagen mit 8" langen, 4"" star-ken Tragebaumcn und Blockradern vorgeschlagen worden, wie sienach St. Remy schon im siebzehnten Jahrhunderte im Gebranchwaren. Ein anderer kleiner Wagen sie äigsile) hat eiserne Ach-sen und vier niedrige Rader von Gußeisen; an jedem Ende derstarken Tragcbaume ist ein Zughaken, um den Wagen vor- undrückwärts bewegen zu können. Eine ahnliche Einrichtung findetauch bei der russischen Artillerie statt. Die Blockwagender englischen Artillerie (4'vuoIc-tIavi'igAes) haben anstatt derSchwungbänme 10 Zoll breite, 2'/- Zoll starke eichene Pfosten,8'/z Fuß lang, und 10"" im Lichten von einander. Blockraderund eine Gabeldeichsel. Auch die spanische Artillerie bedient sichdergleichen Blockwagen mit Schwungbaumen und niedrigen hin-durchgehenden Vorderrädern. Auf ihrer Deichsel ist zugleich ein,etwa 2/. — 3 Fuß langes Stück Holz mit 6 Einschnitten voreinander angebracht, um Zngtaue an dieselben legen und denWagen durch Menschen fortziehen zu könne». Diese Einrichtungfindet sich an allen Transportfahrzeugen der spanischen Artillerie.Beider österreichischen Artillerie sind dieBomben w ä g-lein und bei der preußischen die Transchce-Wagen zumTrausport der Mörser ans dem Park in die Batterien bestimmt,w. n. i.
Die sachsische Artillerie gebraucht unter dem Namender Mörserschleppe einen niedrigen Wagen mit hölzernen Ach-sen, 2 Fuß hohen Speichenrädern und 5" starken Schwungbäu-men, die 3'/, Fuß von einander liegen, und auf denen fünf hölzerneWalzen von 4"" Durchmesser sich drehen, um das Aufziehen derLast vermittelst der vorn in zwei aufgesetzten Knaggen beweg-lichen, 5"" starken Welle mit einem Zugtaue zu erleichtern. DieSchwungbänme sind durch vier Riegel vereinigt und haben untersich vorn eine Deichsel, um den Wagen damit zu bewegen.
Montirung, auch Beschläge des Fenergeweh-res, heißen diejenigen Theile desselben, welche zu Verbindung derHaupttheile: des Laufes, des Schlosses und des Ladestockes mitdem Schafte dienen; es sind: 1) das Schlangcnblech (Lentve-platino oder Dcmto-vis); 2) die beiden Schloßschraubcn; 3) derBügel; 4) das Abzugblcch; 5) das Stoßeisen; 0) der Drücker;7) die eisernen oder messingenen Ringe, welche den Lanf im