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Vierundzwauzigpfündcr nahe 924'" davon sind V? — 528'",wenn min der Radius der Räder — 848"' nnd die Weite, nmwelche daö Zapfcnecntrum (im Ehargicrlager) vor dem Mit-telpunkte der Achse liegt — ^ch die Mündung derKanone noch 21 Zoll vor den Räder» heraus, und daher auchum so viel in die Scharte. Nun entsteht die Frage: ob dießhinreichend sey? welches man um so mehr bejahend beantwor-ten kann, wenn die Faschiucubekleidung der Schartenbacken —wie es bei dem Battericbau immer geschehen sollte — durchVerpfählnng gegen das Auseinanderfallen der Faschinen ge-sichert wird, im Fall die Bünde von dem Dunst verbranntworden sind. Schanzkörbe als Schartenbeklcidung weichen, we-gen ihrer runden Form, mehr zurück und sind deßhalb dem Ver-brennen weniger unterworfen, als Faschinen; besonders wenndiese aus Fichtenästen gebunden sind. Dieses vorausgesetzt, istkein Grund vorhanden, die 24pfündigen Kanonen länger als14 Durchmesser der Kugel zu machen, wodurch sie den wesent-lichen Vortheil des leichteren Transportes nnd einer leichternBedienung erhalten, weil nun auch die Mündung durch denRücklauf weiter hinter die Brustwehr gebracht wird, als beidem 22 Kaliber langen Rohre. Die Engländer führen gegen-wärtig vier verschiedene Arten vierundzwanzigpfündiger Kanonen,Schwere von 19,574 Kaliber oder 9' LängeMittlere — 16,488 — tz' _
Leichte — 10,862 — 5' —
Neue leichte — 18,600 — — 6' —
Es ist aber nicht bekannt, welche von diesen drei Gattun-gen bei den Belagerungen der spanischen Festungen angewendetward, bei denen man auf eine bisher ungewöhnliche, von Vati-kan nicht vorgeschriebene Entfernung den Wallbruch bewirkte?Borken stein glaubt, es seyen schwere gewesen; ich, meiner-seits aber bin der Meinung, daß man sich wegen des bekannt-lich so schweren Transportes in Spanien vielmehr der neuenleichten bedient habe. Auch die Preußen, haben sich im sie-benjährigen Kriege der 12 Kaliber langen, 1563 Pfund wiegen-den 24pfdr. des Obersten Dieskau als Feldgeschütz bedienet,die ihnen bei Hohen-Friedberg gute Dienste leisteten, aber den-noch abgeschafft wurden, weil bei gleicher Schwere ein Zwölf-pfünder, sowohl in Hinsicht der Schußweite als der Gewißheitdes Tressens und des weit leichtern Munitions-TranSportcS denVorzug behauptet.
Obgleich bei dem Festungsgeschütz der Vortheil des leichtemTransportes weniger Rücksicht verdient, verhält es sich doch kei-neswegeS so mit der vergrößerten Beweglichkeit und erleichter-ten Bedienung, welche letztere eine unmittelbare Folge von jenerist. Zu Flanken - und Käsemattengeschützen ist das kurze RohrHoyer, Geschütz-Wörterbuch. Supplemcmbcmh, ^