Druckschrift 
Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
326
Einzelbild herunterladen
 

526

Km Klip

'^rumm osen, ein kleiner Schachtofen, der viereckig, ge-rade auf den Sohlstein heruntergeht. Sein innerer Durchmesserist 1'/, bis V, jedoch oben, wo das Aufgeben der Beschickungin der Hütte sogleich von der Sohle geschieht, erweitert er sichtrichterförmig.. Man bedient sich seiner vorzüglich zu leichtflüs-sigen »nd lechht vcrbrcnnlichcn Erzen.

^i.zhsuß (l'ioll <><- lAclin) ist nichts Anderes, als eine ei-serne Brechstange, w. n. i.

KttMtttt (Callioi) heißt bekanntlich das Hals - und Brust-stück, hes deutschen Zuggeschirrcs, dessen einzelne Theile sind:1) Zwei Kummthölzer (mllos), an deren Stelle die engli-schen lind preußischen Geschirre eiserne Federn habe», die ver-mittelst eines Gelenkes und eines oben befindlichen Riemens »achder Starke des Halses enger und weiter geschnallt werden kön-nen. 2) Der Leib (das Kissen) von Leder, mit Kuhhaarcii —bei den Russen mit Stroh gepolstert, ist durch lederne Hafte andas Holz festgebunden. I) Die Knmmtdecke von starkem Lc-der, um den Regen von dem Kissen abzuhalten, ist ebenfallszweimal angeheftet, hat oben zwei Riemen zu dem Aufbinden desGeschirres; 4) die zwei Strangflectcn, jeder mit zwei Haften,oder bei den eisernen Kummtfedern, an denselben zwei Ha-ken, wo die Ocscn der Zngtanc cingehangen werden; 5) einestarke Schnalle, um die Kvpsstrüppe des Sattels oder den Schwanz-riemen einzuschnallen; 6) bisweilen auch, an der innern Seitedes Sattelpfcrdes, zwei Riemen, um vorrathige Strange anzu-schnallen; 7) an der innern Seite des Handpferdes aber eineTasche, um zwei Hufeisen fortzubringen. Das eiserne Kummtist zwar leichter und dauerhafter und laßt sich wegen des Char-uieres jedem größeren oder kleineren Pferde auflegen, reibt aberdennoch den Hals, wenn es keine angemessene Form hat; dashölzerne Kummt ist wohlfeiler und dem Pferde bequemer, daheres dasselbe nicht so leicht drückt, nur darf eö nicht zu schwerseyn. Ein Hauptuachthcil bei den hölzernen Kummtcn der Ar-tilleriepferde ist: daß sie im Frieden leicht von den Würmernzerfressen werden und dann bei ausbrechendem Kriege nicht brauch-bar sind.

Tupfer gehört zu den für sich nicht rcducirbare», oder,nach Bcrzelius, zu den clektro-positiven Metallen, die mitSauerstoff verbunden Salzbascu bilden. Seine Auwendung zudem Gießen der Geschütze macht es für den Artilleristen besondersinteressant, daher es auch schon oben im zweiten Theile diesesW. B. nach seinen Eigenschaften und seiner Aufbereitung voll-standig beschrieben worden. Seine Bearbeitung scheint beinahealter zu seyn, als die des Eisens, denn die alten Völker im