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in allen Zusammensetzungen mit Alkalien und Orydeu heftig zuerplodiren geneigt ist. Alle knallsaureu Salze zeigten auch wirk-lich bei ihrer Untersuchung einen Anrheil von Blausaure, folg-lich auch von Stickstoff. Das eigentlich sogenannte Knall-pulver besteht aus 3 Gewichtthcilcn Salpeter, 2 Theileu kohlen-saurem Kali, 1 Theil Schwefelblüthen, die mau zusammen in ei-nem warmen Morser vermischt, in einem Löffel über Feuer schmelzenlaßt, wo sie mir außerordentlichem Knall verpuffen und gewohn-lich den Löffel abwärts biegen. Dieses Pulver ist für die Artille-risten von keinem Nutzen, weil es seine Eigenschaften nur durchlangsames Schmelzen, dann aber so gewaltsam äußert, daß eseingeschlossen Alles um sich her zertrümmert. Das gewöhnlicheSchieß pulver, das eine zwar große, aber dennoch zu zugelndeKraft und eine gemessene Entzündbarkeit hat, scheint daher nurallein dem Kriegsgebranch angemessen, weil es nicht mehr thnt,als eben für den vorhabenden Zweck nötbig ist. Nur als Zünd-mittel für das Geschütz kann ein zweckmäßig zusammengesetztesKnallpulver vortheilhaft werden, wenn es 1) durch einenSchlag mit einem eisernen Hammer entzündlich, ganz unabhängigvon Wind und Regen ist; 2) doch keine so große Entzündbarkeit be-sitzt, daß es nicht ohne Gefahr verfertigt, verpacke und transpor-tirt werden kann; 3) daß die Kosten seiner Bereitung nicht oderdoch nicht sehr die AnschaffungSkosteu der jetzt üblichen Schlagröh-reu und Zündlichter übersteigen. Weiter unten (Art. Perkus-sion szü n d n ng) wird dieser Gegenstand näher untersucht wer-de». Man sehe auch oben Chloriupulver.
Knebel (klllot), ehr 3 bis 4 Zoll langes Stück Holz, dasan dem einen Ende des Zügtaues fest ist, um es durch eine, andem andern Ende befindliche Schleife schieben und auf diese Weisedas Tau befestigen zu können. An schwächern Seilen dient zudemselben Zweck ein 3" langer eiserner Knebel, der durch einenRing oder durch ein Kettenglied geschoben wird. Daher war derKnebelspieß über der Stange mit einem, etwa 4" langenQncreiscn versehen, das ihn nicht tiefer eindringen ließ.
Knirschpulver (Köllen) ist gewöhnliches Pulver, dasauf dem Abreibebret mit dem Läufer zerdrückt und in der Kunst-feuerwerkcrci als Mehlpulver angewendet wird, von dem es sichauch wohl dadurch unterscheidet, daß es nicht durch ein Haarsiebgeschlagen werden kann.
Knopf am Degengefäß (kommean) ist von runder oderovaler Form, massiv aus Messing gegossen, oder aus Eisen in ei-nem Gesenke geschmiedet und inwendig für die Angel der Klingedurchbohrt, die oben auf dem Knopfe vernietet wird. Der Hand-bügel ist mit seinem Zapfen vorn in ein Loch des Knopfes ein-gelassen, so daß letzterer das ganze Gefäß zusammenhält. Am