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gellende Laufschwelle nicht zu verstehen ist, durch deren An-bringung man den Rahmen um die Lange des Ruperts ver-kurzen kann und dadurch eine bedeutende Holzcrsparniß erlangt.Bei der russischen Kasematten-Lafette wird die Seitenbewe-gnng anstatt der Rollräder von Gußeisen durch eiserne Kugelnerleichtert, die in ihrem Durchmesser entsprechenden Pfannenlaufen. Der Richrbaum reicht 4" vor den Rahmen, und wirdentweder an seiner Spitze oder vorn am Rahmen durch denDrehnagel festgehalten; letzteres geschieht auch wohl vermit-telst eines, an der Brustmauer in die Scharte durch einen Bol-zen befestigten Ringes, in den ein am vordem Riegel des Rah-mens befindlicher Haken greift. Die Lafette selbst bewegt sichvorn auf 2 Blockrädcrn auf den beiden Laufschwellen, und hin-ten vermittelst einer Walze auf der Mittelschwelle, die hinten2 eiserne Arme mit spitzen, senkrechten Bolzen hat, um sie inder genommenen Richtung auf der Unterlage festzustellen. Denals uberflüssig erscheinenden Richtbaum abgerechnet, verbindetdiese Lafette Zweckmäßigkeit und Einfachheit, denn sie ist wedermit Holz noch mit Eiscntheilen überladen. Die Entbehrlichkeitdes vorder» Richtbaumes ist leicht zu erweisen, sobald nur dieBrüstung der Scharte nicht über 6 Fuß dick ist. Von der in-ner» Mauerflache bis zu dem Drehpunkte der Lafette sind 10"zur freien Bewegung der letztern ndthig; in diesem Abständewird eine Linie und hierauf die Scharten-Achse gezogen, wodurchman den Drehpunkt der Lafette bekommt. Setzt man nun vorder Scharten-Achse auf jeder Seite Ii/- Grad für die Seiten-richtuug der Kanone, so wird das ganze Gesichtsfeld 35°, demman noch Durchmesser des Rohres am Stoß (0" für denZwolfpfünder und 8,05 für den Vierundzwanzigpfünder) hinzu-setzt, um einigen freien Spielraum für die Kugel zu behaltenund das Anschlagen derselben an die Schartenbacken nicht be-sorgen zu dürfen. Eine schräge Direktion der Schießscharte er-fordert nur eine geringe Vergrößerung der äußern Oeffuung,um dasselbe Gesichtsfeld zu erhalten. Fordern jedoch triftigeUrsachen die Vergrößerung desselben, wird auf der Direkcious-linie, welche zugleich die Scharten-Achse ist, der Scheitel dcöWinkels der Seitcnrichtung so weit vorgerückt, daß er 4 Fußhinter die Brüstung fällt, indem man zugleich die Sohle derScharte in die horizontale Fläche der Seelen-Achse legt. Aufjeder Seite wird noch ein Winkel von 28'/, Graden gemacht,und jeder seiner Schenkel rückwärts verlängert, wodurch man 3Drehpunkte für die Lafette erhält, um ein horizontales Rich-tungsfeld von 57 Graden zu bestreichen. Der vordere Dreh-baum findet sich weder bei der schwedischen (Helvigschen)noch österreichischen, noch auch der preußischen Kasematten-La-fette, bei welchen allen der Drehbolzen entweder durch den Vor-