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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
303
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Kas 205

Fläche heruntergerückt, um dem Rohre bei dem Abfeuern einfestes Lager zu verschaffen, ohne der Pfannendeckel zu bedürfen.Das Beschläge dieser Lafette besteht auS den 4 Umbiegeschie-nen oder Achsbügeln; 2 runden Bügeln zu dem Richtbaume;dem Richrkeilblech; 1 Splintbolzen zum Herausziehen, den Un-terkeil zu halten; 4 liegende» Bolzen von 18 bis 19" Länge,die Wände zusammen zu pressen; 2 stehenden Bolzen 2" 7'/-",2 dergl. 2^ 4", 2 dergl. 1' 8", 2 dergl. 1/ 4'/-" und 2 dergl.10'V^" lang. Die Blockrader sind 1" 10" im Durchmesser.

Eine etwas veränderte Einrichtung hat bei derselben Artil-lerie die Kasematten-Lafette der sicbenpfündigen Haubitzen. Siehat zwar ebenfalls hohe Wände, aus zwei 15/z und 13V-"breiten, auf einander verzahnten Bohlen, lauft aber nur auf zweil'/s Fuß hohen Blockradcrn, weil die untere Bohle, ahnlich dengewöhnlichen Walllafettcn, 3'/«" lang, hinten als Lafetten-schwanz nachschleifet. Die Wände werden durch 3 Riegel und5 liegende Bolzen verbunden, deren 2 durch den Stirnriegel, Idurch den Stellriegel, 1 durch den Schwanzriegel gehen, derfünfte aber über den Stirnriegel das Ruhcbret, vorn an den bei-den Ringschienen hält, 4 stehende Bolzen an jeder Wand hal-ten die Bohlen auf einander und die Umbiegschienen oder La-fettenbleche fest. Die Stirn ist vorn 8" lang, 4" tief ausge-schnitten, damit das hier verstärkte, umgebogene Blech, gemein-schaftlich mit dem vordersten Bolzen -r das Zapfenlager bildet.Die Richtung wird vermittelst einer Schraube gegeben, welchedurch die Mutter im Ruhebret gehet und unten auf dem Stcll-riegel ^ oder auf dem Unterkeile stehet, den 2 in den Stell-riegel gehende Stifte in unverrückter Lage erhalten. Zwei ahn-liche Locher finden sich in dem Ruhebrete, um die Stifte eineszweiten Keiles hineinzusetzen, wodurch, — wenn zugleich dasRuhebret in die Hohe geschraubt wird, — die Haubitze eine,10 Grad unter den Horizont gesenkte Richtung bekommt. Wennman im Gegentheil beide Keile hinwegnimmt, und das Ruhe-bret (Semello) hinten völlig herunterlaßt, hat die Haubitze eineElevarion von 20 Graden; — mehr als nöthig ist, um in einerFestung aus dazu eingerichteten gewölbten Standen die feindli-chen Annäherungswege mit Granade» zu bewerfen.

Es ist oben bemerkt worden, daß schwerere Kanonen, von12 und mehr Pfunden nur auf einer Ra hm en la fe tte bedie-net werden können, weil das bloße Rvllpferd, ohne Rahmen,nur sehr schwer eine Seitenrichtung bekommen kann. Im 2tenTheile d. Worterbuchs sind (Art. Küsten- und Wall la fet-ten) verschiedene Einrichtungen dieser Lafetten beschrieben, diebald mehr bald minder einfach, bald mehr bald weniger ihremZweck entsprechen; ja man findet schon im Mieth (Neue Ge-schützbeschreihung Fol. 16S4) und in der altern Ausgabe des