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sogenannten Rollpferde (der Schiffslafette) unterschie-den; gleich dieser besteht sie aus 2 hohen Seitenwänden auf 4Vlockrädern, mit nur wenig, leichtem Beschläge, denn auch beiihr werden die Dimensionen der einzelnen Theile durch den oftsehr beschrankten Raum und durch die Norhwendigkeit modifiret:das Geschütz mit wenig Menschen zu bedienen. Für schwereKanonen steht sie gewohnlich auf einem Rahmen, um sowohldas Vorbringen nach dem Schusse als die Seitenrichtimg zu er-leichtern; bei leichten drei- oder sechspfündigen Flankengcschützenist eine gewohnliche Bettung in der Kasematte hinreichend,wenn diese nicht selbst mit Steinplatten gepflastert ist. Manfindet diese Lafetten, von mehr oder weniger einfacher Einrich-rung in allen Festungen, und Rouvroy (Vorlesungen über dieArtillerie neue Ausgabe 1823) hat mehrere derselben auf ihremRahmen dargestellt, der dem auf Tab. XVI. Fig. 5. diesesWörterbuches enthaltenen ahnlich, jedoch in nur kurzen und en-gen Gewölben nicht anwendbar ist. In diesen muß der Rahmenganz wegbleiben, und man sich der Lafette allein bedienen, diebei der spanischen Artillerie eine sehr einfache Einrichtung hat.Ihre Wände sind an der Stirn tV 8" hoch, 6" 9" unten, 4^oben lang; hinten mit vier stufenförmigen Ausschnitten und5" stark. Sie werden durch 2 Riegel und die beiden Achsender Blockradcr zusammengehalten, indem durch erstere beide zu-gleich 2 liegende Bolzen gehen. Der Vorderriegcl steht überder Vorderachse, diese aber 5" hinter der Stirn. Sie ist 7"hoch und breit, der Stirnriegel aber 10" hoch und 5" breit.Der Hinterriegel 1> hat dieselbe Breite, bei 0" Höhe; er stehtmit seiner Hinteren Ecke 4^ von der Stirn und 19" unter derobern Fläche der Wand. Auf ihm und dem, auf die Hinter-achse k gesetzten, 12" hohen Knaggen liegt das Rnhebret, das5" breit, 3' lang und 2" hoch, hinten aber mit einem Radiusvon 11" abgerundet ist. Das Vorderrad hat 1/ 5", das Hin-terrad 1" 2'/-", und der Achsschenkel 5" Durchmesser. DasZapfeneentrum, so wie die Spannung der Wände hängt vondem Kaliber des Geschützes ab. An Beschläge hat diese Lafettenur in 2 Einbiudeschienen der Vorderachse, 2 Zapfenpfannen,2 Pfanndeckeln, den Reifen und Ringen der Räder und Achsen,den Vorsteckern, der Schiene auf dem Ruhebrete, 2 liegende und5 stehende Bolzen.
Eine ähnliche Lafette ohne Nähmen ist bei der preußischen Ar-tillerie seit dem Jahre 1821 für die kleineren Kaliber (Drei- Vier-und Sechspfüuder) zum Gebrauch in Flankcnkasematte» eingeführt,deren Wände aus zwei auf einander verzahnten dreizolligen Boh-len bestehen, oben 2"t /z", unten ick lang, und lV 5" hoch sind.Sie werden durch 2 Riegel zusammengehalten. Das Zapfen-centrum liegt L" hinter der Stirn und ist 1^" von der oberen