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mit der atmosphärischen Luft in Berührung gebracht, erscheintsie als eine weiße Wolke. Durch einen starken Druck wird sietropfbar flüssig; auch erhalt man sie als solche in einer Retortedurch Uebergießen von 74 trocknen: Kochsalz mit 62 koncentrir-ter Schwefelsaure, mit einem gleichen Volumiue Wasser verdünnt,und sie durch Feuer in eine, mit 31 Theilen destillirtem Wassergefüllte Vorlage übertreibet. Siehe Salzsaure im zweitenTheile d. W. B.
Hydrocyansäure wird durch die Verbindung desBlaustoffes (Kohlenstickstoffes) mit dem Wasserstofferzeugt, uud ist uuter dem Namen Blau saure als ein aufdas thierische wie auf das Pflanzenleben gleich heftig wirken-des Gift bekannt.
Hydroge Nation heißt der chemische Prozeß, durch dender Wasserstoff sich mit andern einfachen Stoffen verbindet,wo alSdann die entstehenden Verbindungen den Namen derHydro i' de n bekommen.
Hydroselensäure, ein farbenloses Gas, das mandurch Salzsaure aus Selen eisen erzeuget, einen Geruch wiefaulende Eier hat, - und auf der Haut empfindlichen Schmerzverursacht. Das mit diesem Gas vermischte Wasser füllt diemeisten Metallauflosungen und wird an der Luft zersetzt.
Hydrotellursaure, s. Tellur.
Hydrothionsäure (Schwefel-Wasserstoff)> diegasförmige Verbindung des Wasserstoffs mit dem Schwefel,deren spezifisches Gewicht 1,1912 ist, und die 1 Schwefel,2 Wasserstoff enthalt. Sie riecht und schmeckt wie fauleEier, und zerstört das thierische Leben, wird aber, mit 100Theilen atmosphärischer Lnft vermischt, unschädlich: An sichselbst unfähig, das Verbrennen zu unterhalten, ist es den-noch entzündlich und verbrennt bei einem Znsatz von at-mosphärischer Luft. Es wird von kaltem Wasser verschluckt,hingegen durch Erhitzen wieder davon getrennt. Man erhältdieses Gas aus 2 Eisenfeile und 1 Schwefclblumcu mit Was-ser zu einem Teige geknetet, in einer Retorte erhitzt und mitSchwefelsäure begossen, um das Vierfache ihres VölumenS mitWasser vermischt.
Hyosciamin, ein vegetabilisches Alkali aus dem Sa-men des schwarzen Bilsenkrautes, das in langen Prismen, löstsich im Wasser und Alkohol leicht auf, hat einen betäubendenGeruch und bittern Geschmack. Wie bei allen narkotischen Ge-wachsen darf die Untersuchung ihrer alkalinischen Theile nursehr vorsichtig gemacht werden, weil schon ihr Dunst den Augennachtheilig, und selbst Ein Tropfen, auf die Junge gebracht,lebensgefährlich ist.
Hyper-