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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
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thcilhafter ist als die versenkten Löcher, die niemals mit gehöri-ger Sorgfalt gemacht sind, damit die Kopfe darin Ranm fin-den. Das Hufeisen wird zugleich an der äußern Seite ein we-nig starker als an der inneren, unten aber ganz gerade geschmie-det, damit das Pferd einen gleichen Auftritt hat.

Die Nagel müssen von gutem, weichem Eisen seyn, dünnund platt gearbeitet und durch das Zwicken nach Einer Seitegerichtet seyn, damit sie sich beim Einschlagen alle nach einerSeite auswärts ziehen, und die Gefahr des Bern ageIns nichtso leicht stattfinden kann. Bei dem Beschlagen selbst wird derHuf nur wenig und nur insofern beschnitten (ausgewirkt),als es das abgestorbene und verdorbene Horn erfordert. AllePferdekenner haben dieß schon längst als Grundsatz aufgestellt,und dennoch wird es selbst von den bessern Schmieden nicht be-folgt, die aus Gewohnheit und ohne alle Rücksicht Wände undStrahl ausschneiden, oft bis das Blut nachfließt. Es ist ge-nug, wenn sie an den Trachten so viel stehen lassen, daß dieWände hinreichende Unterstützung finden und nicht durch ihreNeigung nach innen das Pferd zwanghufig machen können.Von dem guten Huf darf nur in dem Falle etwas hinwegge-schnitten werden, wenn es zur richtigen Vertheilung des Gleich-gewichtes auf die vier Fuße durchaus nothwendig ist; es mußaber allezeit möglichst gleichförmig geschehen, um nicht anstatteiner Verbesserung des Fußes das Gegentheil zu bewirken. DasAuflegen eines glühenden Eisens, um die Gleichheit der un-tern Fläche der Wände zn beurtheilen, ist zwar im Allgemei-nen nicht so nachthcilig, weil das angebrannte Horn hinwegge-nommen wird; jedoch darf das Eisen nicht zn lange auf demHufe liegen bleiben, damit die Hitze nicht zu tief eindringt undder Huf dadurch nachher hart und spröde wird. Das Abraspelndes Hufes aber, nach geschehenem Aufschlagen und Vernietendes Eisens, darf schlechterdings nicht gestattet werden, weil esohne allen Nutzen die Wände schwächt, und schon an sich unnützist, sobald nur das Eisen rings herum ein wenig über den Hufhervorgehet. Am schädlichsten ist das Veraspel» des letzter»oberhalb der Nägel, wo die Hülle seiner Saftröhrchen zerrissenund mittelbar dadurch die Austrockunng des Hufes veranlaßtwird.

Um Ein Pferd auf allen vier Füßen zu beschlagen, sindwenn der Schmied die Eisen noch nicht zugerichtet hat, beinahe2 Stunden ndthig. Jedes Eisen bekommt 8 Nägel, deren Ei-ner l'/z Loth (24 ein Pfund) wiegt. 3 Schmiede können täg-lich 100 fertige Hufeisen liefern.

Hund (Sel'vsnto) heißt der, unten mit einem spitzigenoder gabelförmigen Eisen beschlagene Stock, welcher oben miteinem Ringe an der Hinterachse der Artilleriewagen hängt, und