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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
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Geb 205

Ofens jede beliebige und nothwendige R'chkung geben znkönnen.

Alle Gebläse erhalten ihre Bewegung entweder dnrch Was--serrädcr, oder auch wohl dnrch Dampfmaschinen, weil man dieauf der Gicht des Hohenofens verlorengehende Hitze sehr zweck-mäßig für einen Dampfkessel benutzen kann, wenn es an hin-reichendem Aufschlagcwasser zn Treibung eines Rades fehlt, dasvier - oder fünfmal in einer Minute umlaufen muß. Bei demCylindcr- oder Kastengcbläse, wo die Bewegung von Unten auf-wärts geschieht, wird diese in Horzowicz folgendcrgestalt bewirkt:an der Welle sind zn drei Geblasen drei eiserne Scheiben fest,die nach einer Epicikloide konstruirt sind, und auf deren äußeremUmfange ein kleineres, rundes, eisernes Rad zwischen de» bei-den Schenkeln eines dreieckigen Gerüstes läuft. Dieses Gerüsteist hinten an zwei Zapfen beweglich, damit es sich aufwärts dre-hen und dadurch den beiden Hnbstangcn die Bewegung anf-und abwärts geben kann, je nachdem sich der untere Thcil derScheibe hebt oder niedergeht. Zu Beförderung des ersten istnoch besonders ein Gegengewicht angebracht, dessen vorderer Theikvermittelst einer eisernen Stange mit den beiden Schenkeln desGerüstes zusammenhängt. Indem nun die Welle herumgeht,kommt die Scheibe nach und nach aus ihrem niedrigsten Standeherauf und hebt dnrch das sich drehende Rad den vorder» Theildes Gerüstes, wodurch zugleich der Scheid er oder Stiefelim Windkastcn auf seine größte Hohe getrieben wird. Sincknun drei Gebläse vorhanden, müsse» sie dergestalt an der Welleangebracht seyn, daß das eine in seinem höchsten Staude, daszweite auf /z der Hohe, und das dritte in der niedrigsten Lagesich befindet. Um aber die Welle zn bewegen, gibt es dreierleiverschiedene Mittel, deren Anwendung nur durch die Lokalbcschaf-fenhcit des Hüttenwerkes bestimmt wird: das gewöhnliche Was-serrad, ober- und unterschlächtig; die Wassersäulen Ma-sch ine und die Dampfmaschine. Die nähere Beschreibungdieser Maschinen geHort jedoch nicht hieher.

Gebrauch des Geschützes kann unmöglich vollstän-dig in Einen Artikel zusammengefaßt werben; hat sich auch seitder Erscheinung der ersten Thcilc dieses Wörterbuches in vielerHinsicht geändert, je nachdem die gangbare Stellnngsart derTruppen und die sich anders gestaltenden Verhältnisse der Armeengegen einander es forderten. Anstatt das Geschütz in den Ba-taillonsintcrvallcn zn vereinzeln, wie ehedem, hat Napoleonzuerst dasselbe in große Batterien von 40 bis 80 Kanonen zu-sammengezogen, um eine entscheidende Wirkung zu erlangen —wenigstens dem Feinde zn imponireu, weil die fortwährendenKriege einen zu großen Abgang von Artilleristen herbeiführte»,wodurch es unmbglich ward, das Geschütz nur durch geübte Leute