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6) Die größte Wirkung bei einer etwas künstlich zusammen-gesetzten Einrichtung leistet unstreitig das sogenannte Baad er-sehe Geblase Fig. ZI, 32, 33, das unter andern zu Weyerham-mer in der Oberpfalz und auf dem grast. Einsiedclschen Eisen-werke zu Mückenbcrg angewendet worden ist. Hier bewegt sichein Cylinder von Kupfer oder verzinntem Eisenblech wuop, derin der Mitte einen festen Boden von starken eichenen Bohlen mireiner daran vcrschraubten Kolbenstange hat. Dieser Cylinder istin einem ander», mir wenig größeren von Gußeisen oder von Ei-chenholz mit eisernen, znsammengeschraubtcn Reifen olick, be-weglich, der oben offen ist, unten aber zwei Ocffnnngcn hat,durch welche zwei ziemlich weite, viereckige oder runde Röhren bisin die halbe Höhe des Cylinders hereingehen. Die eine, zufüh-rende ZVl, ist oben mit einem Ventil v verschloffen, das sich auf-wärts öffnet, um die von Unten einströmende Luft in den Cylinderzn lassen. Die andere Röhre l>l geht unter dem Boden des äu-ßern Cylinders heraus cz, um den Wind in den Ofen zu bringen.Sie ist mit einem, sich unterwärts öffnenden Ventile x verschlos-sen, der, um eine eiserne Spindel s beweglich, durch einen klei-nen eisernen Hebel aufwärts gegen die Oeffnung angedrückt wird.Er hat für diesen Zweck hinten ein angemessenes Gegengewicht,vorn aber eine kleine messingene Rolle zu Erleichterung der Bewe-gung. Sollte je während des Ganges der Maschine etwas Was-ser in diese Abführungsröhre komme», fällt dieses in die untere,1 Fuß lange Verlängerung der Röhre, deren unteres, gekrümm-tes Ende o durch ein Ventil k verschlossen ist, welches durch denStoß der abwärts gedrückten Luft plus dem Gewichte des über sstehenden Wassers aufgestoßen wird und das Wasser dnrch die Oeff-nung ausfließen läßt. Nimmt man den Druck der Atmosphärezu 1,000 an, wird die Schwere der verdichteten Luft 1,065seyu, und das Gewicht auf jeden Quadratzvll dieses Ventils^.50
— l '/z Pfd. nahe, seyu müssen, UNI obige Bedingung zu er-
füllen. Weil aber das, zu dem Sperren der Luft bestimmte Wasserim äußeren Cylinder nicht über die obere Oeffnung der beiden Röh-den lVM steigen darf, befindet sich ein Hahn in H, dnrch den dasWasser ausfließt, sobald es höher als die Linie stehet. Einanderer Spund <1, im Boden des Gefäßes, dienet das Wassergänzlich abzulassen. Zu Erleichterung der Bewegung des inne-ren Cylinders im äußeren sind an den Seitenwänden desselbenkleine messingne Rollen 1t angebracht, durch die er in senkrech-ter Stellung auf und ab geleitet wird.
Werden zwei dergleichen Maschinen zu Einem Gebläse verei-nigt; so fällt in die Augen, daß sie ihren Wind in einen Re-gulator entladen müssen, dessen Deute an einen ledernenSchlauch befestigt ist, um dem Luftstromc in der Form des