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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
188
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R88 Fri

Wallonischen (Niederländischen) Hüttenarbeitern bekomme»,deren von Geer 03 Familien im Jahre Ilms) aus Namnr undLüttich nach Schweden zog, und von denen die Frischarbcic »achder in ihrer Hcimath üblichen Art eingerichtet ward, um einMelles Roheisen zu »erfrischen. Sie ist noch fetzt in Schwede»,so wie in Westphalen, und a» der Lippe und Lüh» üblich. Mau-legt hier den zu verfrischenden Klumpen Roheisen (die Ganz,etwa 80 Pf.) schräge vor die Form, nnd schmilzt sie, unter öf-terem Au fb r ech cn, langsam ein. Zum zweitenmalc nieder-Zeschmolzen, wird es würfelförmig unter dem Hammer gefletscht,zuletzt auf dem Rcckherde von Neuem gcglühct nnd in Stabemisgeschmiedet. Diesem Verfahren nicht unähnlich ist

o) Das Osmundfrischcn, das in Schweden nur wenigmehr gebräuchlich ist, aber im Nassanischen, Lippischc» und inder Grafschaft Mark befolgt wird, vorzüglich um die Eisenkorner,welche ans den Schlacken der Hohenofen gepocht und gewaschenwerden (Wascheisen) zu Stangencisen zu verarbeiten. Jenewerden auf den mit Kohlen gefüllten Herd gefetzt und zusammen-geschmolzen, wobei sich ein ziemlicher Thcil des Eisens orydirct.Hat sich nun ein Klumpen gebildet, wird die Schlacke abgestochen,das Gebläse gehemmt, und das Eisen herausgenommen, umes zusammen zu drücken und in 4 oder 5 Stückczu theilcn.

o) Bei dem Kochfrischen wird dem schmelzenden Roh-eisen klar gepochte Frischschlackc zugesetzt, einigemal aufgebrochen,und wieder niedcrg'cschmolzcu, nnd dabei mit dem Spctt dasgeschmolzene Metall durcharbeitet, daß eine Art von Kochenentstehet, wodurch die Kohlen emporgehoben werden, und wäh-rend dem sich das Eisen kornerweise in die Schlacken vcrthcilt.Nun wird das Rühren beendigt, das geschmolzene Eisen abermöglichst zusammengebracht und in einen Klumpen vereiniget,der mit aufgespritztem Wasser abgckühlct, dann wieder auf frischeKohlen in den Herd gebracht, und mit Kohlen bedeckt durchnochmaliges Einschmelzen von den Schlacken getrennt wird.

cl) Das Verfrischen in Windofeu mit Steinkohlen, wel-ches vorzüglich in England, wegen Mangel an Holzkohlen be-folgt wird, ist von da auch nach Frankreich und Deutschlandübergegangen, was auch zu Erzeugung eines besseren nnd reine-ren Gußeisens benutzt wird. Ist das zu verfrischcndc Roheisensehr gahr, wie gewöhnlich das englische, so Wirdes einer doppel-ten Bearbeitung unterworfen, indem man es 1) in einem klei-nen Ofen mit Coaks schmelzen läßt nnd in kino-moml verwan-delt; dieses aber nachher 2) der Flamme eines Rcverberirofcnsaussetzt, und durch die Wirkung derselben frischt. Der Schmelz-ofen hat eine viereckige oder runde Gestalt, nnd eine oder zweiBlasformen, die entweder auf einer Seite, oder auch auf zweiSeiten einander gegenüber liegen. Ein Abzug unter der Ofen-