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ließ, daß die SechSpfünder zweispannig und die Vierundzwanzig-pfündcr vierspännig gefahren werden konnten. Aehnlich diesenwaren Gustav Adolphs leichte eiserne Kanonen, die eine vier-pfündige Kngel schössen und nur 625 Pfund wogen. Die Pulver-ladnng von l'/i Pfd. befand sich in einer Patrone mit hölzernemSpiegel, auf dem die Kugel mit Drath befestigt war. Sobaldauf diese Weise einmal der Anfang zu Erleichterung der Geschützegemacht war, erstreckte sich diese bald auch auf die großer» Kaliberund ward nach und nach allgemein. Bei der preußischen Artillerieließ der Oberst von Dieskau Vierundzwanzigpfünder mit cy-lindrischen Kammern gießen, die bei 12 Kaliber Lange nur 1563Pfd. wogen, nachdem der Oberst Holzmann schon vorher 1740eine Art leichter Kanonen mit kegelförmigen Kammern eingeführthatte. Beide Arten wurden 1758 im Winter wieder aus demBrauch gesetzt, und nur die gewohnlichen leichten Feldkanonenbeibehalten, die aber nach dem Hubertsburger Frieden bei demnothwendig gewordenen Umgießen wieder schwerer wurden. Einerichtigere Ansicht von dem Gebrauche der Artillerie überhaupt hatjedoch in der spater» Zeit eine abermalige Erleichterung der Ge-schütze herbeigeführt, wie nachstehende Uebersi'cht des Gewichtesund der Lange zeigt:
Kaliber derKanonen.
Kanonen von l758ssKanonen von l700ZKanvncn von
LängeohneTraube.
Gewicht
desNvhrcS.
! LängeohnefTeanbe.
Gewinn Länge Gewich:
des ohne deSRohrcS. Traube. RohrcS.
i2Psdr. schwer— — mittel
leicht
OPfdr. schwer
leicht!
5 Pfdr.
Kai.1811Ii10
i;.
Pfund.
2002178178000»
172
Kal.221811221810
Pfund. Kal. Pfund.1100 21 20701080 — —1150 18 18201500 S 20 1885 S010 I 18 025 !000 ß 20 005 Z
Die gleichmaßige Erleichterung des österreichischen Geschützesdurch den Fürsten von Lichten siein, daS eine gleichförmigeLange von 16 Kalibern bekam, gab Gelegenheit zu einer ähn-lichen Erleichterung der französischen, englischen und sachsischenGeschütze.
Die Erfindung der Mörser und Haubitze" (Fenerbuchsen)fällt fast gleichzeitig mit der Einführung der Karthauncn. Jenewarfen Anfangs, wie diese, nur steinerne Kugeln von mehrerenhundert Pfunden, zu denen man die Fenerb allen fügte, bisendlich ein Fürst von Nimini in der zweiten Hälfte des fünf-zehnten Jahrhunderts die eisernen Hvhlkugeln erfand, die wirBomben nennen. Gleich den Kanonen wurden die Hanbitzennachher auch bei den Armeen mitgeführt; bei den Franzosen jedochspater als bei de» übrigen Heere», den» sie lernten sie erst in