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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
176
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Leon Chronik König Alphons wird erwähnt, daß im eilftenJahrhunderte in einem Scetressen zwischen den Tnnetanern undden Mohre» von Sevilla die Schiffe der erster» Werkzeuge (vom-lzm-äas) geführt, ans denen sie feurigen Donner geschaffen; aucherzahlt die Griechin Anna Komneue in der Geschichte ihres Va-ters, des Kaisers Alexius Komnenes: „daß sich in einem„Seetreffen gegen die Pisaner 1098 ans einigen seiner Schiffe„eherne Löwen- und Drachenkopfe befunden, die ans ihren offe-„nen Rachen Feuer in horizontaler Richtung schössen und den Grie-„chen dadurch den Sieg verschafften." Hier scheint sich jedochder Gebrauch der Feuergcschütze wieder verloren zu haben, manfindet sie zuerst wieder in Spanien, wo die Mohren sich 1256 inNiebla damit gegen die Castilianer vertheidigten (sie schlendertenihnen auS kunstlichen Maschinen Steine und Wurfeisen unddonnernde Feuerw ü r fe zu). Die Feuergeschutze werden vondieser Zeit an in den spanischen Kriegen öfter erwähnt, vorzüg-lich bei den mohrischen Königen in den Belagerungen der verschie-denen Festungen, sowohl zum Angriff als zur Vertheidigung; je-doch bediente sich auch der König von Castilieu ihrer zur Belage-rung von Gibraltar 1308, und Don Pedro von Arragonien1359 in einem Seetreffen gegen die Castilianer. Dem BertholdSchwarz wird nun allerdings dadurch der ihm von den ita-lianischen und deutschen Gcschichtschrcibern beigelegte Ruhm derPulvererfindung (um das Jahr 1380) geraubt; es ist jedoch wohlmöglich, daß er für Deutschland wenigstens bedingungsweise alsder Erfinder der Feuergcschütze anzusehen, wenn er nicht mit demweit älteren Albrecht dem Großen, einem Dominikaner, eineund dieselbe Person ist. Im Ambcrger Arsenal soll sich eine alteDonnerbüchse mit der Jahrzahl 1303 befunden haben, undin den Trümmern der alten Burg nf Hugen, die 1308 in derBlutrache wegen Kaiser Albrechts Tod zerstört ward, soll 1560eine eiserne Steinbüchse gefunden worden seyn. GeschichtlicheZeugnisse von dem wirklichen Gebrauch der Feuergcschütze um dieMitte des vierzehnten Jahrhunderts in Frankreich und Deutschlandfinden sich in den <3rsnck«zs Clmouiguss (lo b'ianoo, vulAsiromcmtüv 8t. Doilis, ?c>l. bei Gelegenheit der Schlacht von Crecy; in?otr. 1)ivliu8, clo reiz. Iwulmntige lilz. 15; in der LübeckschenChronik; in Rothens Thüringischer Chronik; in GassersAugsbnrgischen Annale» eol. 1507. Endlich erzahlt Lucas Da-vid Dil». 8, daß die Ritter des deutschen Orkens 1339 im Kriegegegen die Litthaucr drei weite, eiserne Büchsen bei ihrem Heerehatten, die steinerne Kugeln schössen, und ihnen durch das Neueund Ungewöhnliche den Sieg verschafften.

Die ältesten Geschütze waren aus eisernen Stäben und Reifenzusammengesetzt und lagen auf unbehülslichen Gerüste»; doch bald

sie-