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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
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Fest 167

schen 12 und 30. Da die Anschaffung aller übrigen Bedürf-nisse, so wie der Munitionen, nach der Geschützzahl bestimmtwird, darf die letztere nicht zu groß angenommen werden, umnicht offenbaren Ucberfluß und bei der möglichen Ucbergabe derFestung einen zu großen Verlust zu haben. So nachtheilig dießaber erscheint, darf doch auch andern Theiles kein Mangel ein-treten, in welchem Feigheit und Unentschlossenheit nur zu ofteinen Vorwand zur Ucbergabe fand. Bei angemessener Scho-nung der Munition und umsichtigem Gebrauch derselben erscheinteine Zahl von 800 Schuß auf jede schwere Kanone und von 600bis 700 Würfen auf jede Haubitze und Mörser zu einer kraf-tigen und dauernden Gegenwehr völlig hinreichend, besonderswenn man für kleine Festungen '/j° Ueberschuß annimmt. Ingroßen Festungen ist dieß nicht einmal nöthig, weil doch nichtalle Geschütze in stetem Gebrauch seyn können und daher die'Munition der schweigenden zum Ersatz des Fehlenden dient.Kar tat schen, besonders große, von einpfüudigen Kugeln, sindbisher in allen AusrüstungS-Entwürfen zu wenig angesetzt, ob-gleich ihr Nutzen gegen die sich nähernden Spitzen der Sappenkeinem Zweifel unterliegt, da der Rollkorb nothwendig durch ei-nen solchen treffenden Kartatschenschuß zerstört wird. Die vier-undzwanzigpfündigcn Kanonen, unter bedeckten Geschützstandenauf die ausspringcnden Winkel des Hauptwalles gestellt, eig.nen sich ganz besonders dazu. Auch gegen den gewaltsamen An-griff in Verbindung mit einem Uebcrfalle ist es nothwendig,die Flankcngcschütze, so wie alle andern Kanonen und Haubitzen,die Gelegenheit zur Bestreichung für die Vcrtheidiger wichtigerZugauge und Straßen geben, mit einem Vorrath bereit liegen-der Kartätschen auszurüsten. Rouvroi, der dieselbe Ansichthat, verlangt auf jede schwere Kanone 900 Kugel-, 50 Kar-tätschenschuß, oder 600 Kugelschuß, 300 Granaten und 50 Kar-tätschen; auf jeden Zwölfpfünder 800 Kugelschuß und 75 Kar-tätschen; auf jede Haubitze 500 Granaten und 20 Kartätschen;für jeden fnnfzigpfündigen Mörser 500, jeden kleineren 600 Bom-ben; auf jeden Steiumörser 1000 Würfe (?), auf jede Wall-büchse 900 und auf jeden Infanteristen 600 Patronen; ferner3000 Rollgranaten und auf jedes angegriffene Polygon 40,000Handgranaten, zu denen entweder kleine Handmörser vorhandenseyn, oder lederne Schleudern bereit gehalten werden müssen, mitdenen sie sich von eingeübten Leuten über 300 Schritt werfen lassen.Alle übrigen Bedürfnisse an Pulver, Materialien zu den Kunst-feuern, verschiedenen Maschinen zur Lasicnbewegung, Werkzeugen:c. sind schon oben (I. Theil 2. Abschn. S. 42 ff.) aufgeführtworden, daher es hier keiner besonderen Wiederholung bedarf.Bei wirklichen Belagerungen wurden verbraucht.