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Schraube zusammengepreßt werden, um mit ihren Lippen dasin der Hand zu befeilende Stuck Eisen fest zu halten.
Aesdurtillerie sDguPggo ün Lomziognv) ist bishernach sehr von einander abweichenden Ansichten und Grundsätzen,ja, bisweilen wohl ganz ohne alle Grundsatze bestimmt undausgerüstet worden. Daher die so große Verschiedenheit nachZahl und Kaliber der Geschütze; daher die so verschiedene Mengeder mitzufahrenden Munition. Obgleich die allgemeine Tendenzder neuem Kriegskunst höchste Schnelligkeit der Bewegungen,und — als Mittel dazu — möglichste Erleichterung deS Geschü-tzes bedingt; obgleich einige verdiente Artilleristen sich darüberausgesprochen haben, ist dennoch nur wenig für diesen Zweck ge-schehen. Selbst der große deutsch-franzosische Krieg 1 813 — 1315ist noch mit derselben Feldartillcrie geführt worden, wie siebis daher üblich war; doch hat man bei einigen Artillerien durchErleichterung deö leichten Feldgeschützes >— das allgemeinauS sechspfündigen Kanonen und 5'/,zolligcii Haubitzen besteht —dem Zweck naher zu kommen gesucht. Zwei wesentliche Ursachenaber standen allgemein einer Veränderung des Artilleriesystcmsentgegen: die Schwierigkeit und die großen Kosten des Umgie-ßend der Geschütze, womit nothwendig auch eine Abänderung derLafetten verbunden ist; und dann zweitens die nicht ungcgrün-dete Vorliebe vieler Artilleristen gegen die zwblfpfündigen Kanonen,weil man mit ihnen auf größere Weite ohne Aufschlag treffenkann, weil sie sowohl mit der Kugel als mit der Kartatsche mehrKraft äußern und mehr Wirkung thuu, als der Sechs - oder Acht-pfündcr, und weil man sie deßhalb auch, unter Umstände», zumNiederlegen der gemauerten Bcfestigungswcrkc und zu Zerstörungder Feldschanzcn anwenden kann.
Die Engländer — deren Artillerie übrigens eine größere Ver-schiedenheit der Kaliber und Arten der Geschütze enthalt, als jedeandere, machten zuerst den Versuch, bloß den leichten Scchs-pfünder im Felde mitzuführcn. Sie scheinen jedoch nicht voll-kommen zufrieden mit dem Erfolg gewesen zu seyn, weil sie indem Feldzuge von 1815 nur allein ncunpfündige Kanonen,1512 Pfd. schwer, mitführten, um in ihnen die Wirkung desZwolfpfündcrö mit der Leichtigkeit des Sechs pfün d erSzu vereinigen. In wie fern sie Ursache hatten, dieser Idee Bei-fall zu geben, läßt sich bis jetzt nicht bestimmen; auch schon deß-halb, weil ihre Verbündeten, die Preußen, bei jedem Armeekorpsdrei zwolspfündige Batterien hatten, um sie den franzbsischen ent-gegenzusetzen. Der englische leichte Scchspfünder ist nächstdem schwedischen gegenwärtig unter allen Feldgeschützen das leich-teste, wie folgende Ucbersicht der Länge und Schwere mehrererKanonen dieses Kalibers zeigt?