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Suppl. (1831) Supplementband A - Z
Entstehung
Seite
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Eis 143

„ben, oder daß durch andere Einwirkung die Proben nicht gewis-senhaft gemacht worden sind. Nach allen einstimmigen Erfah-rungen haben indessen unsere zwölfpfündige» eisernen Kanonen„die wiederholten Schußproben von 0 Pfund Ladung ausgehalten,„und man glaubt, daß sie bei der Ladung von 3'/, Pfd. Pulver„ohne Gefahr in der Festung zu gebrauchen sind." In derThat, dieß erleidet keinen Zweifel, so wie der Marquis vonMontalembert schon sehr richtig bemerkt hat: man müsse dieneuen Geschütze keinen starkern Proben aussetzen und ihnen keinestarker» Ladungen geben, als sie im Ernst wirklich bekommen.

In England werden, nächst Schweden, unstreitig die mehr-sten eisernen Kanonen gegossen. Auf Walkers Eisenhütte beiSheffield gießt und bohrt man große Kanonen unmittelbar ausdem Hohenofen, deren hier drei von 47 Fuß Hohe vorhandensind. ES wird graner Eisenstein aus Vorkshire und rother Glas-kopf aus Cumberland verschmolzen; von jenem kommt 1'/« Wür-felfuß, von dem letztern aber 2'/- Würfelf., 1^ Würfelf. Kalkund 15 — 20 Würfelf. Coaks auf eine Gicht, deren in 24 Stun-den 10 bis 18 aufgegeben werden, um gegen 8000 Pfd. Guß-eisen abzustechen. Werde» jedoch keine Geschütze, sondern an-dere, schlechtere Waaren gegossen; kann man in 24 Stunden12000 Pfd. Roheisen liefern. Schon im Jahr 1784 waren zweiEnglander, P arnell und Cart, bedacht, durch eine bessere Be-handlung des EisenS bei dem Verfrischen den bisherigenVerlust zu verringern, indem man es aus dem Schmelzofen ineinen Reverb erir- oder Windofen bringt, der nur wenigvon dem Tab. XI, Fig. 4 und 5 vorgestellten verschieden ist.Dieser Ofen wird mit Steinkohlen geheizt, mit zerstück'tem Roh-eisen angefüllt und, nachdem alle Oeffnungen verschlossen undverschmiert worden, die Temperatur bis zum Weißglühen gestei-gert. Nach höchstens 40 Minuten ist das Metall im Fluß, daßes durch Umrühren gereinigt und nachher in die Formen gelassen,oder aber zu Frischeisen verarbeitet werden kann. Zu Low-Moore, auf Dawsons Eisenwerke, wird in vier Hohenbfen,von 38, 42 und 50 Fuß, mir runden Schachten und Gestellen,geschmolzen; in zwei Glühöfen bei Flammenfeuer das Stabeisengeglüht und mit vier Hammer» geschmiedet; endlich in vier Kup-pelofen Kanonen und feine Waaren gegossen. In mehreren an-dern Schiniedcwcrkstatten werden kleine Gerathe-verfertigt; ineiner Schleifmühle eiserne Platten geschliffen und polirt. Siewird nebst den Schncidewerken von einer Dampfmaschine bewegt;die zweite Dampfmaschine treibt zwei große Hämmer; eine drittebringt Wasser, um 4 kleine Wassergöpel zum Aufziehen der Gich-ten und ein oberschlächtiges Wasserrad zu dein Kanvnenbohrenzu treiben; zwei andere Dampfmaschinen treiben das große Cy-lindergebläse, durch die sechste endlich wird eine Dreh - und Bohr-