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Sobald jedoch die Festungsgeschütze auf Rahmenlafetten lie-ge», sind z» Einem 3, höchstens 4 Mann völlig hinreichend.
Die verschiedenen Verrichtungen der Artilleristen beim Geschützmüssen stets mir ihnen geübt werden, damit sie schnell, aber den-noch mit höchster Präcisio» geschehen, und weder Ucbercilnng nochUnordnung stattfindet, die hier ganz vorzüglich gefährlich ist. Niedarf den Artilleristen die ihm unentbehrliche Ruhe verlassen, dienur allein ihn vor dem Verladen seines Geschützes und vor ahnlichenFehlgriffen zn bewahren vermag. „Man hat zwar gesehen, sagtScharnhorst, daß die Mannschaft einer Batterie so weit ge-bracht ward, daß sie maschinenmäßig mit der größter. Geschwindig-keit das Geschütz bediente und bewegte. Aber man erinnere sich,was der Kanonier außerdem wissen muß; man vergesse nicht, daßer diese maschinenartige Fertigkeit ans Kosten der ihm unentbehr-lichen Uebnngen in seinen übrigen Verrichtungen sich erworben hat!"Seinem Feinde durch die möglich größte Zahl treffender SchüsseAbbruch zu thun, ist das höchste — einzige Ziel der Artillerie,das nur durch eine bedingte Geschwindigkeit des Feuers, von allerUebereilung fern, zn erreichen ist. Nur in dem einzigen Falle,wo die Batterie mit einem Kavallerie- oder Vajonetangriff bedrohtwird, ist es nothwendig, die möglichste Schnelligkeit des Kartat-fchenfeuers anzuwenden. Es ist dann hinreichend, wenn das Ge-schütz bei einer horizontalen Lage im Vorbringen nach dem Schußum Etwas in die Linie gerichtet wird; jedoch muß mit allem Ernstauf das richtige Einsetzen der Patrone gesehen werden, besonderswenn bei dem schweren Geschütz jene nicht mit der Kartatschen-büchsc verbunden ist, wo entweder diese mit dem Spiegel vorn indaS Rohr geschoben werde» kann, welches die Wirkung des Schus-ses schwächt; oder wo durch Verdrehen des Pnlvcrbeutcls, daßder Bund unter das Zündloch kommt, der Schuß ganz versagt.Hier kann eben so, wie bei dem verkehrt Einführen des gan;enSchusses, nur durch das Herausziehen desselben geholfen werden;eine höchst beschwerliche, langsame und wahrend des Feuers derübrigen Kanonen gefahrliche Operation!
Bei dem Laden der schweren Kanonen auf dem Walle, oderauf einer Batterie steht die Mündung derselben der Schulterwehrso nahe, daß das Einbringen des Wischers in das Rohr und dasAnsetzen der Ladung nicht ohne Beschwerde und Gefahr geschehenkann, weil die Stange des Wischers oder Setzers durch die Scharteheransgcstoßen werden muß. Man wird dadurch verhindert, siemit einem Blendladen zu verschließen, und die Bedienung desGeschützes gegen feindliche Büchsenschüsse zu sichern, weil die Ka-none nie weit genug zurücklauft, um den Setzer hinter demBlendladen gebrauchen zn können. Man hat deßhalb den letzternmit einem runden Loche von 5 bis 6" Durchmesser versehen, wo-durch aber das Auswischen und Ansetzen noch beschwerlicher ge-