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' chen wir tausendmal einen Ausdruck der Bibel,
ohne an einen Zusammenhang und an den Zweck' . >. zu denken , wo er vorkommt, bloß weil wir ih»
zu unsern Gedanken passend finden.
Ueber Psalm 115»
. Diesen Psalm möchte ich mit Müntinghe auf
den Vorgang 2 Kön.-i8, 17-Z5- Kap. 19, li-iz.zu Hause bringen, als ein Rabsake, der Erzschenkc- 's SanheribS und dieser auch selbst die Lästerung wi-
s / ' , der den Golk Israels ausstieß, und ihn thöricht
i mit den Göttern der Heiden zusammen stellte,
man vergleiche hiemit im Psalm V. 2 '8. JeneM'' / . Gölter, eben weil sie Nichtzötter waren, hatten
- ihr Land von der Ucbermacht Sanheribs nicht
// erretten können, und das verdiente einen Spott,
der sie in eben dem Grade verächtlich, wie den! lebendigen Gott, den Gott des Himmels
ehrwürdig machte. Wenn ich richtig sehe, so/ kommt
Das ist immer ein Zeichen der Obnmacht der Gö-tzen, die seil der Zeit, daß die Jebusitcr die ihrige zu's. Zion auf die Mauer setzten, um den David abzuweh-
ren, s. 2<Aam. 5, 8. noch immer— auch in unsernTagen bewabrbeiker ist. Die B l i n d e n und Lad-is - , men find nämlich dieGötzen, welche David einst so
i genannt hakte, und woraus hier das rhörichte Volk
spöttisch anspielt. David ließ fie daher in Stücke zer-schlagen , »nd gab Befehl, sie ja nicht ins Haus zu- , bringen, 2 Sam. 5, 8. — Gegen blinde und lahme
Menschen, als xerlonss miserabilea, war er gewißmcht grausam.