Druckschrift 
1,2 (1806)
Seite
307
Einzelbild herunterladen
 

selben mit einem Lustgarten verglich, wo mansich sehr angenehm verirren kann, indem man dareine Himmelsluft, stärkende Düfte und die nied-lichste Lebensfrüchtc genießt, so that ichs aus demZweck, um andere zu ahnlichen Versuchen zu reizen.In einem solchen *) Paradies, wenn man nurGesundheit und den hohen Gottesfriedcn in sei-nem Innern fühlt, (denn es muß mens sann incorxors smro seyn) ist einem unaussprechlichwohl. Alles ist da genießbar, alles kann denHimmelssinn aufregen. Dieser Garten ist zu je-der Jahreszeit unvergänglich grün und immerfruchtbar wie die Lebensbäume. Sucht man nundurch Betrachtung des Wortes Gottes sich aufzu-heitern, und bleibt man in Gottes Gegenwart,wie das uns allen heilige Pflicht ist, so kannuns unmöglich ein Kummer plagen. Die ganzeSeligkeit, die der Psalmjst genoß, kann auch unszu Theil werden , weil Gott seine jüngste Kindereben so wie die ältesten liebt. Und zwar hat die-ser Psalm das vor andern Bibelstücken voraus,daß er so ganz unscrm innern Menschen genieß-bar ist. Hier hat man nicht nöthig , sich mit Phi-lologie und Geschichte zu plagen, man genießt

nur,

I» rede hier zunächst von dicfem Psalm, denke aberauch an andere Stücke der Bibel, (Rom. 15, 4.) un-ter denen mir die Psalmen oben an stehen.

" . US