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1,2 (1806)
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XI.V.

Meine Gedanken über Psalm 89.

lieber diesen wichtigen und herrlichen Psalm -auch in Hinsicht auf die erhabene Dichterkunst-habe ich nicht ein - sondern mehrmal nachgedachtund jetzt noch wieder die Gründe geprüft, dieein Münlinghe nach andern über den Anlaß Mdie Hypothese desselben angibt Die ist nämlich/daß der Psalm den Zustand des Königreichs IMnach dem Tode des Iosia bis zur Regierung desZidckia, auf den er vorzüglich zielt, abmale»sollte. Ich gestehe, diese Gründe sind im ersten Ä»-blick überaus scheinbar/ so daß ich bcynahc mei-nen vorigen Begriff aufgab. Aber endlich, als ichalles nochmals erwogen, mußte ich doch bey mei-nen ersten Gedanken bleiben, die ich lange ge-hegt hatte. Nämlich, daß der Dichter bestimm!auf die traurige Lage, Verwüstung des Landesund Gefahr des Davidischen Thrones sehe, sodurch den Einfall des Sisak, und die EinnahmeJerusalems und aller Städte des Landes zu Ne-tz ab ea ms Zeit entstanden ist.

Einmal ist der Psalm sichtbar eine histori-sche — nicht aber prophetische — Schilderung,

wie