Druckschrift 
1,2 (1806)
Seite
135
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gx, was ein Cramcr über die Stelle Heb. IO. S. 282«m Ende und weiter sagt, mir kein Gnüge thue,und daß die Antwort, die er dem Sykes auf denEinwurf aus dem lg Vers des Psalms gibt, miretwas gezwungen scheine. Wie ich auch dem Michae-lis, der die alte Meynung *) ausführlich vorträgt,nickt beypflichten kann. Ich will mich) daher nur fürdas klebrige auf des H. Müntinghe Ausführung be-ziehen,worin mandie Beweise seiner aufgeklärt- re-ligiösen Denkart sieht, und empfehle Kennern meineBemerkungenzurBeherzigung. Denn ichwollte nachmeinem Zwecke nur kurz seyn, und die Hauptstellenothdürftig erläutern, um die Möglichkeit einerDeutung zu zeigen, die den Text und Beweis un-gekränkt läßt,und zugleich nicht wider das Gefühlanstößt. Ich muß aber aus Müntinghe doch etwasanführen. Er sagt S. 47. (deutsche Ausg.) „ Da-vid spricht hier von sich selber, seinen eignen Um-ständen gemäß, und schildert die Empfindungen,die ihn beseelten. Das ganze Lied mußdemnachvonDavid verstanden werden. Aber Gott wollte,daß er ein Bild jenes künftigen Erlösers seyn sollte.Alles demnach , was hier David sagt, und wasauf den Messias angewendet werden konnte,konnte nicht nur, sondern mußte selbst von je-dem aufmerksamen Israeliten angesehen werden,

als

*) Im krit. Collegium über diesen Psalm.