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1,2 (1806)
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tind als Machthaber an Gottes statt, (den sienicht kennen) ja ganz unabhängig und egoistischauf Erden gebiethen wollen.

Und daher ists manchem Denker nicht unglaub-lich, daß gerade bei) diesem Anlaß der Erdengrun-dung der Fall des Teufels mit seinen Engeln ge-schehen sey. Weil sie sich nämlich allein für dieLieblinge Gottes hielten, so mochten sie es ungernsehen, daß neben ihnen auch Menschen zum Glückdes Anschauens und Gcniessens Gottes kommen,und si e sogar denen dienen sollten. Dis war schondarum ein thörichtcr Gedanke und ein unverzeih-lichcs Verbrechen, weil sie doch vor den Men-schen so erhabene Vorzüge besagen, und auf derStufenleiter der Schöpfung so hoch über ihnenstanden. Daher es Heb. 2, 7. und Psalm 8, 6. heißt,daß Gott — wie insgemein den Menschen so — be-sonders auch seinen Sohn geringer als die Engelgemacht, aber am Ende ihn mit Preis und Herr-lichkeit gekrönet und zum Herrn über das Werkseiner Hände gesetzt habe, Daher wir auch inder Ewigkeit d. i. den Engeln völlig

gleich scyn sollen, Luc. 20, z6. Wie gesagt, daskonnte jene Anzahl der glücklichen Geister aus Ei-genliebe nicht ertragen, sie erhoben sich selbst undstürzten sich durch Hochmuth ins Verderben. Undeben so haben sie hernach die Menschen aus Vos-

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