Druckschrift 
1,2 (1806)
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than hat. Er mußte es einmal schreibcn,° undso beglaubigen, daß die Hand und Unterschrift desPropheten kennbar war, aber er mußte es zugleichversiegelt hinlegen, oder, wie ich vcrmuthe,er gabs seinem getreuen Elisa, daß dieser es durcheine sichere Hand folgends an ihn brachte , wanner als König wirklich die darin beschriebene Bos-heiten verübet hatte. War also noch etwas imStande ihn heilsam zu erschüttern und zum Nach-denken zu bringen , so mußte es gerade dieser WegGottes scyn. Und obschon der Allwissende ge-wiß voraus sah, daß er sich dagegen wie ein Kie-selstein verhärten würde, so mußte er doch, wieehemals Pharao durch die Vorträge Mosis, ausserEntschuldigung gestcllct werden. Denn daran istGott gelegen, daß die Welt von ihm wisse undglaube, er sey so rein von Augen, daß er dasBöse, auch das Moralische, nicht sehen könne,Hab. i, iz. Psal. 5, 5. So muß er Recht be-halten in seinen Worten, und rein bleiben, wenner von Menschen gerichtet wird. Ps. 51,6. Wollteman aber hier sagen, daß es Gott doch bey Ha-ssel anders gehalten, dem er durch Elisa voraussagen ließ, was er thun würde, und wohl dadurchbey ihm Anlaß zu jenen grausamen Handlungengegeben habe: so leugne ich dieses rundaus. DerProphet sagts, wie er auch dazu weinte, ihm im

warnen-