Druckschrift 
1,2 (1806)
Seite
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fernte, die wir nimmer aus den Augen zu verlie-ren haben. In ein Lesebuch für die jüdische Na-tion und für die Menschheit gehörten dergleichenDinge durchaus nicht. Aber schöne Familienge-schichten, z.B. die Erzählung von dcrRuth, weckenden religiösen Sinn. Dis Stück lehrt uns diesesästhetisch, (wie einer Acsthetik auch in Volksschrif-ten zeigen solN und in einem herrlichen Muster,wie uns unser Dalberg gezeigt hat. — Das BuchHiob enthalt die älteste Aussprüche und Bemer-kungen weiser und religiöser Männer, und zeigt,daß man in der Vorzeit auch denken konnte. —Die Psalmen sind eine unschätzbare Sammlungvon Herzenserhebungen, und das allerbeste Ge-bethbuch, das man kennt, wo die Majestät Got-tes und seine Weltregierung in würdigen Liedernbesungen wird, wogegen Pindar mit allen seinenDichterschönhciten nichts ist. Sie konnten auchdamals nach bekannten Melodien zur Ermunterungund Erbauung als Volkslieder gesungen wer-den.— Die Sprüche Salomons und sein Predigerlehren die Moral und Lebcnsphilosophie.— Unddas Hohelied zeigt unter der Hülle des prächtigstenGedichts und der Aesthctik, die darin sehr voll-kommen ist, jene Volksmoral, daß Einweibercyund eheliche Treue nur des Menschen häuslichesGlück sey, wenn er Wasser aus seinem Brun-nen