Bibel immer so betrachtet hätte, wie ich in die-sem Stück Num. XXI. thue, so Dorste der be-rühmte Streit über die Inspiration der Bibelivol nimmer entstanden seyn. Wenigstens ich fürmich bin hier völlig aufs Reine gekommen. Denndie Glaubenslehren mußten von Gott offcnbahretwerden, wie mich selbst die Stellen aus dem Bu-che Hiob lehren, die ich behandelt habe. DieWeissagungen mußten durch Gottes Geist gege-ben werben, der alle Dinge, auch die Tiefen derGottheit erforscht und durchschauet, wie bis auchPetrus bezeuget. (2 Pct. 1, 21.) Und die Lebens-pflichtcn geben die Propheten und Apostel fürGe-bothe und Worte Gottes aus. In den histori-schen Dingen aber bewahrte Gott die biblischeScribcnten vor allem Irrthum, so daß wir unsauf ihre Erzählungen vollkommen verlassen kön-nen. Wann nun einst die biblische Aufklä-rung kommt, so wird man sich in ihrem Lichtefreudig sonnen und erwärmen, und dann wirdman gar nicht mehr zweifeln, weil alles nunim Morgenglanze liegt.
Und hicmit nehme ich von meinen Lesern Ab-schied, denen ich den hohen Gottesfriedcn wün-sche, der über alle Vernunft geht, und der unsereHerzen und Sinne bewahret in Christo Jesu.Amen, es sey so.
Schöller den 27 Dccembcr1805.
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