Prinzen Eugen von Würtemberg in den Wortender Erinnerung an die liebe MenschbeitS. 104.106 sagen : ,,Wenn wir, liebe Menschen,nur bedächten , welchen Nutzen wir in der Weltdurch Ablegung aller Menschen furcht stiftenkönnen, 0 wie würden wir uns beeifern , bey allenGelegenheiten öffentlich zu zeigen, daß nurWahrheit und deren Verbreitung uns am Herzenliege. — Das weiß ich wohl, daß wer Wahrheitliebt, keinen zu fürchten braucht, sondern ergeht seinen Weg, sagt und schreibt was er denktund für wahr hält, und erwartet freudig alleWinke der Wabrheitsfrcunde. Er achtet nicht aufLastern und Spotten, und allen Schimpf er-wiedcrt er durch — Liebe. Fürchte Gott, lieberMensch, nicht aber die Menschen." So weitder christliche Fürst.
Uebrigens arbeite ich für mich alleine und oh-ne Verbindung mit irgend einer Schule, dennichbin nur Christi sch. Doch will ich mich, wie je-der Soldat, an mein cm Ort in Reihe und Gliedstellen , denn wer hier weicht, unc> ein feigerDeserteur wird, an dem wird Gott
gewiß keinen Gefallen haben.— Jene Leute aber,die alles tadeln, auch was sie nicht verstehen, mußich um ihrer Seelenruhe willen bitten, daß siedas unberührt lassen wollen, was ich vom ver-borgenen Leben der Christen schreibe, wie esPaulus nennt. Denn ich bin kein Deist oderHalbchrist, und diese Manner haben uns Chri-sten so wenig zu befehlen als der Chinesische Kai-ser den Europäern. Sonst wünsche ich in allemals ein weiser Baumeister zu handeln, und werdenie die Schwärmerey begünstigen helfen , oder inprophetischen Dingen eccentrisch und ausschwei-fend seyn.
Noch Eins muß ich bemerken. Wenn man die
Bibel