186 Mar
der Bocke von der Stärke der Straßenbaume ab, wo gewöhnlichauf jede Zoll Hohe der leztern, 2 Fuß Abstand der ersten, gerech-net werden. Es ist in diesem Falle nicht eben nothwendig : vier-kantig behauene Balken an zu wenden, weil die auf der obernund untern Seite behauenen Schalhölzer dieselben Dienste leisten.Wäre» die leztern nun 40 Fuß lang, und am Zopf- oder Wipfel-Ende y Zoll stark; so kommen die Böcke ,6 Fuß aus einander, wodie Balken über die beiden äussersten Böcke noch l Fuß überstellen.5 Balken, dergestalt neben einander auf die Böcke gelegt, daß diedrei mittlern die Breite der Wagenspuhr einnehmen, alle aber zu-sammen nicht unter 10 oder — bei rz Fuß langen Dielen — nichtüber iz Fuß betragen. Weil die Böcke zu rief einsinken würden,wenn der Grund des Wassers aus Moor oder Triebsand bestehet;muß man hier einen Boden von Dielen unter den Füssen der Böckeanbringen, den man mit Steinen beschwert und dadurch zumEinsinken bringt.
Werden schon fertige Böcke mit allem Zubehör bei dem Trainmitgeführet; giebt man dem Balken 28 Fuß Länge und 7 ZollHöhe, damit die Böcke 12 Fuß aus einander gesezt werde» kön-nen , und die Brücke dem ohngeachret die gehörige Dauerhaftigkeit. hesizt. Zu einer Brücke von 100 Fuß Länge würden demnach er-fordert:
7 Böcke.
Zc> Balken.
120 Dielen.
10 grwße ? Pfahle °ben mit eisernen Ringen.
zcoo eiserne Klammern.
4 Bleischlagel.
2 Aerte
4 Beile.
2 Handsägen.
24 Schaufeln.
12 Erdhanen.
40 Seilen von 6 Lin. Dicke und 10 Fuß Länge, die obernBalken an zu rödeln.
40 Würgckuüppel dazu.
(Man sehe Hoyers Handbuch der Pontonnier Wis-sensch im zweiten Theil, wo dieser Gegenstand abgehan-delt ist.)
Fehlet es an den Bedürfuissen zu derg'eichen Brückcn, mußman ück im Nothfälle helfen, so gut man kann. Böcke werdensich leicht und oeschwind genug — allenfalls aus dem Holzwerkeines ei'gerissentn Hauses — verfertigen lasse» , die man uackhermit and.rn Holzüücken belegt und mit Thüren, Scbeunthorm:c.bedeckt, um das Geschütz hinüber zu bringen. Starke Brelwagen