Druckschrift 
2,1 (1808) K - O
Entstehung
Seite
102
Einzelbild herunterladen
 

iO5 Lad

Ladungen der Geschütze (Ekmrges 6es bouckieg a keu).müssen immer der Absicht, das heißt, der zu erreichenden Schuß-oder Wurfweite, und der verlangten Wirkung entsprechen.Ihre Bestimmung hängt daher nächst jenen beiden von der Län-ge und Schwere des Geschützes, von der Beschaffenheit derPro,jectile und von der Güte des Pulvers ab. Die Alten, die Ge-schütze von ungeheurer Schwere und ein nur mittelmäßig starkesPulver hatten, bedienten sich daher auch sehr starker Ladungen,die z oder ^ Kugelschwer, oft auch noch mehr betrugen. Inden neuern Zeiten hingegen , als man ansieng, die unbehülflichenKarthaunen und Schlangen gegen leichtere Feldkanonen zu ver-tauschen, würden diese und ihre Lasteten den ehemaligen starkenLadungen nicht lange widerstanden haben, und man war genb-thiget, allgemein schwächere anzuwenden- 'Es kommt daher jeztnur darauf an, zu bestimmen, welches eigentlich die beste La-dung für jeden Kaliber ist? Weil jedoch auf die Entscheidungdieser Frage' zugleich die Länge des Rohres sehr wesentlichen'Einfluß hat, blieb sie ein unbestimmtes Problein, von dem manhalo den einen, bald den andern Theil auszulosen suchte, ohnedoch seine Absicht völlig 'zu erreichen. Die ersten Versuche überd.'e Stärke der Ladung der Geschütze von gegebener Länge sindwohl im. Jahr 1739 von Belidvrn zu la Fere angestellt, und,smchher 1740 zu Metz und Straßburg wiederholt worden.' Durchdiese Versuche schien, die bisher allgemein herschende Meinungwiderlegt: „daß die Schußweiten der Kanonen sich wie die La-dungen verhalten müßten" ; indem sich öfters zeigte, daß dieLadung von ^ bis Kugelschwer Pulver eine eben so großeSchußweite gab, als jede andere stärkere Ladung, wie ausbeistehender Tafel erhellet: >>