Druckschrift 
2,1 (1808) K - O
Entstehung
Seite
35
Einzelbild herunterladen
 

Kan ZZ

ländcrn für den Seedienst erfunden, und nachher auch bei denHeilanden, und Franzosen eingeführt, weil zur See die Schlag-rbhrqen und Zündlichrer wegen der Fcuersgefahr nicht anwendbarsind das Einludeln mit losem Pulver und das Zünden mit derLnnce aber seine eigene Unbequemlichkeit und Nachtheile hat. Esist nichts anders, als ein gewöhnliches Flintenschloß von einer er,was veränderten Einrichtung, das entweder hinten qneer vor dasBodenstück, oder auch der Länge nach an ein angegoßeneS StückMetall neben das Zündloch befestiget wird. Soll das Schloßseine Stelle hinten am Stoß bekommen, muß es ein rundes BlarcB. km ,7- Pnk>. XIV. haben, das an den Seiten mir einem her-vorstehenden Rande II versehen ist, und mit einem Kupferblech be-deckt wird, »m die inner» Theile des Schlosses gegen Beschädi-aunq zu schuhen. Der Fuß des Hahnes E ist dergestalt ausge-schnttten. daß er zugleich anstatt der Nuß dienet, und vorn durchdie Schlags d-r 0. hinten aber durch die Stangenfeder L gehal-ten wird.' Der Deckel st hat zwei Schrauben m,n, deren eine m.'»gleich als Nuß - oder Hahn - Schraube dienet. Eben so hat dieSchlagader Ö hier eine doppelte Bestimmung: ihre eigentliche,den Hahn niederzudrücken und dann mit ihrem obern umgeboge-nen Theile H die der Pfanndeck-ckfeder. Eine hinten an die Stan-ge CI befestigte Schnur gehet durch den Arm lVI und dienet, daSGeschütz genau in dem Augenblick abzufeuern, wo es seine gehö-rige Richtung erhalten hat. Die Pfanne ? ist mit einer beson,den, Kappe öl versehen, um das aufgeschüttete Pulver gegen dasumherfliegende Feuer und in den untern Batterien der Schiffe ge-gen das Sprngwasser zu sichern. Diese Kappe gehet bis überdas Zündloch, "und ist an d u, Pfanndeckel II fest, daß bei deinAusschlagen deS ieztern der Lennngökanal und das Zündloch frei

"""'Bei den Englischen Seekanonen wird das Feuerschloß aneinen, oben anf dem Rohre angegossenen, Borstand x, ist. ge-schraubt, der 8 Zoll lang und r Zoll 8Z Lin. breit ist. Oueerdurch diesen Borstand gehet die Leitrinne ^ von der Pfanne desSchlosses bis an das Zündloch 2, mit welchem jene in gleicherHohe liegt. Das Schloß selbst hat die gewöhnliche Einrichtung,und wird vermittelst einer an der Stange befindlichen Schnurwie das vorhergehende abgezogen, ssix. >8- zeigt die Form einesoben auf dem Roh, e anzubringenden Flmtenschloßes von twasveränderter Einrichtung: an dem Blatte K ist der Halsn IZ be-festiget in dessen hintern Ausschnitt die Schlagfeder l) greift,und ihn niederzudrücken strebt. Auf der andern S.-te desBlattes greift sedoch dieStange m oie, auk den Habn ge »sträub-te Nuß und hälr senen fest, bis sie "»'mittelst der dmch denRing I gehenden S-Hnnr los gezogen wird. Dse Pfau»decket,feoer L stehet aufrecht, und drückt gegen den Pfanndeckel E,