Kam
Versuche zu Aurouue 1786 mit 2 zehuzolliqenMörser».
Elevarions-Wluke!
45"75"75"
45"^
bo"ZV"
45°
Pulver-ladunc
l Pfd.i! -
e>
3 —
8
4
Erster Mörser, des-sen Kammer 7 Pfd.Pulver faßt.
227 Toisen
395 ^
5Zf —75!>
b?5 "770 —1064 —
Zweiter Mörser, des-sen Kammer g Pfund10 Unzen faßt.
Zic» Toisen
L8c> —
6tc> —
754 ^
t>7g -
796 —l,o5
Es erhellet hieraus: daß die Wurfweiten kleiner werden, sobald ei» zu großer Theil der Kammer leer bleibet, wodurch noth-wendig die Kraft der Ausdehnung des aus dem Pulver entwickel-ten Fluidums verringert wird, das überhaupt in diesem Fallemehr gegen die Seitenwandc der Kammer als auf das Projectilzu wirken scheint, wie das Springen des kleinen Gewehres be-weißt, wenn die Kugel nicht auf der Ladung auffitzt.
Die im December i?yy bei Hannover mit zwei Prvbemör-sern angestellten Versuche zeigten ein Gleiches: (ScharnhorstHandb. der Artillerie 1. Bd.)
Beschaffenheitder Kammer
Pulver, welchessie enthielt.
Ladung
Mittlere Wurfweiteaus 4 Mörsern
cylindrisch
Z Qucntl.4 Ouentl.
Z Quent.
ll -
364 Fuß
I2Z —
340 —
Wenn aber auch der wirkliche Nutzen der Kammern in denHaubitzen keineswegs erwiesen, sondern vermöge der vorher an-geführten Potsdamer Versuche noch problematisch ist; laßt sichdieses doch keinesweges auf die Mörser anwenden, weil sie einenzu weiten Flug haben, und im Verhältniß zu demselben mit ei-ner nur äußerst geringen Menge Pulver geladen werden. Esentstehet demnach die Frage: welche Form man den Mörscrkam»niern geben müsse, um den wahren Zweck, eine hinreichendeWurfweite bei möglichster Genauigkeit der Würfe,am besten zu erreichen? Der allgemeinen, selbst durch Versuchebestätigten, Meynung nach geben alle sich vorne gegen den Flugsich verengende Kammern die größten Wurfweite». Nach Beli-dors Erfahrungen warfein zwolfzolligcr Morser:
mit cyliudrischer mit conischer mit birnfbrmi-Kammer Kammer gcr Kammerbei 2 Pfd. Ladung 258 Toisen 245 Toisen zoo Toisenbei 4 — — 478 — zbo — 705 —