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licnischen Freistaaten vorzüglich den Haufigeren Gebranch derFenergeschütze überhaupt begünstigten. Die Haubitzen wurdenschon langst in Deutschland gebraucht und bei den Armeen mit-gkführct, ehe sie die Franzosen kannten, die erst in der Schlachtbei Neerwindcn acht von den AUiirten eroberten, und nachherdie ersten 1749 zu Douap giessen liessen.
Als eine Zwischengattung der Kanone und des Mörsers wirddie Haubitze wie zene auf einer Naderlaffete gefahren, und wirftihre Projeetilen meistens mir in flachen Bogen; wird aber, wieIczterer, mit der Hand geladen, daher man ihr auch nichr mehrals Z bis 6 Kaliber zur Lauge giebt. Weil jedoch dadurch dieWurfweite sowohl als die Genauigkeit der Richtung leidet, istman in den neuern Zeiten bisweilen von jenem Grundsatz abge-gangen, und hat sich im Feldkriege mit Vortheil längerer Hau-bitzen von kleinerem Kaliber unter dem Namen der stlinhorner,der Granalstücke und der kurzen Vier- und zwaiizigpfündcrki^. 1. Dnb. XIII. bedienet (Man sehe die ersten beiden Worte).Zu dem Angriff und zu Vertheidigung der Festungen hingegensind noch die zwanzig- und drcißigpfnndigen, so wie bei denFranzosen die achtzolligen Haubitzen von den gewöhnlichen Di-mensionen beibehalten. Jedoch sind auch zum Feldgebrauch dielezrern nicht überall verändert worden, sondern man hat sich all-gemein begnüget, schwächere Kaliber — von 7 und 8 Pfundenoder b Zoll — an die Stelle der alten zwanzigpfnndigen Hau-bitzen zu setzen. Müller (Vreatlls ok ^rtillerv p. 8g-) giebtzwar den erleichterten Haubitzen von größerem Kaliber den Vor-zug ; allein sie geben keine größeren Wurfweiten, und in den Er-eignissen des Feldkriegcs auch keine beträchtlichere Wirkung, alsdie kleineren, wahrend die größere Schwere der Granaten und derdazu erforderlichen Ladungen, sowohl in Absicht der Anschaffungals des Transportes mehr Aufwand verursachen. Die kleinerenKaliber werden daher hier immer den Borzug behaupten, sobaldman nur den BranLersatz dergestalt einrichtet, daß wenigstensein Theil der mitzuführeuden Granaten im Nothfall auf größereWeiten von 2000 bis Zooo Schritt getrieben werden kann, ohnezu krepiren. ehe sie ihre Flugbahn völlig beendiget haben.
Da die Haubitzgranaten gewöhnlich mit der Hand eingefüh-ret werden, laßt sich die Lange der Haubitzen auch nicht füglichnach Kalibern bestimmen, wodurch nothwendig die kleineren zukurz, oder die größeren zu lang werben müßten, je nachdem maneinen schwachen oder einen starken Kaliber zur Norm annähme.Die sieben - bis zehnpfündigen bekommen deshalb 6 bis 7 Kali-ber, die fünf und zwanzig - bis dreigigpfündigcn aber nur Z Ka-liber zur Lange; doch ist dies nichr allgemein, denn die sechs-und achtzolligen französischen Haubitzen (ilg. 2.) sind dieenglischen acht- und zehnzolligcn aber nnrgZ und 5Kalibcsslang,wie folgende Tafel ihrer Dimensionen und die Borstcllnng der