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1,2 (1805) F - J
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sckuß ihrer Pulverladung über die zum Zersprengen erforderlicheMenge als kleine Minen wirken. Hr. Mffor von Boumard(Allgemeiner Versuch über die B e f e stig u n g s kun stT h l. I. S. 272.) ichlagt aber diese Wirkung der Granaten vielzu hoch an, und giebt euch der zo Kupferplatte stx. l. bis 11. eineDarstellung der aufeinander folgenden Wirkung mehrerer in einenErdwall geschoßnen Granaten, durch die er zerstöret wird. Esfallt in die Augen, daß dazu nvtlnbendig die Granaten beinahealle auf einen und eben denselben Ort kommen müssen; eine Be-dingung, die schon an sich nie zu erreichen seyn wird. Nichrminder dürfen sie nur so tief eindringen, daß die äußersten Gren-zen ihrer Wirkungssphären noch außerhalb der äußern Flachendes Walles fallen, weil im andern Falle kein Trichter entstehenkann. Die Erfahrung hat dies auch bei dem 1799 in Frankreichnach dem Vorschlage des B. Ch an d er l os la c l 0 s angestell-ten Versuche gezeiget, wo man aus z vier- und zwanzigpfün-digen Kanonen auf 600 Schritt Granaten gegen eine Brustwehrschoß. Von y Granaten sprangen 4 ohne Wirkung in der lez-tern, weil ihre Wirkungssphären nur Z Fuß zum Durchmesserhatten, ihr Eindringen aber über 4 Fuß betrug. Aehnliche Ver-suche hatte man um die Mitte des so eben abgelaufenen Jahr-hunderts schon bei der hannoverischen und preußischen Artillerieangestellt, deren Resultate aber nicht bekannt geworden sind.

K a n 0 n e n gr a n a ten ( boulets creux) scheinen selbst nochälter als die Haubitzgranaten zu seyn, denn die alten Sreinstückewaren anfangs blos zu Kartetschen bestimmt. Der erste Erfinderscheint ein Commandant des Schlosses zu Gemappe gewesen znseyn, der im sechzehnten Jahrhundert in Gegenwart des DonLouis de Velasco, Feldzeugmeisters KarlsV., einen Ver-such damit machte. Dieser fiel aber, so wie ein zweiter, balddarauf zu Antwerpen angestellter, nichr nach Wunsch aus, weilman bei dem Laden der Kanonen die Brandrdhre einwärts kehrte,wo sie nothwendig von der Ladung zerstauchet und die Granatezersprengt werden mußte. Man hielt daher die ganze Sache fürunausführbar bis gegen das Ende des siebenzehnten Jahrhun-derts, wo man sie wieder hervorsuchte, und wo sie der französi-sche ^-cccapitain des Chi ens injeinem Gefechte mit 4 engli-schen Schiffen mit gutem Erfolg anwandte. In der Belagerungvon Gibraltar schoß man auf de» Vorschlag des englischen Haupt«manns Mercier ZZ zollige oder siebenpfündige Granaten ansden vier» und zwanzsgpfündigen Kanonen auf Zooo Schritt weitgegen die spanischen Laufgräben, wo sie viel Schaden thaten.ES wurden hierbei nur schwache Ladungen und Vorschlage vonaltem Tanwcrk gebraucht, denn bei einer etwas verstärkten La-dung sprangen die Granaten unmittelbar vor der Mündung derKanone. Man bediente sich bei der französischen Artillerie wäh-rend des RevolntionSkrieges durchaus concentrischer Granaten