Druckschrift 
1,2 (1805) F - J
Entstehung
Seite
192
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Gie

abgeschlagen wird, um es bohren, abdrehen und verschneiden zukönnen (S. Bohren). Vei diesen Arbeiten muß man genaueRisse und Chabloncn zur Hand haben, und Zirkel und Richtscheitfleißig gebrauchen, um nie von den richtigen Maaßen abzu-weichen.

Außer den Gerinn stücken bleibt noch ein Theil des ge-schmolzenen Metalles in den Schlacken, in dem Hecrde des Ofensund in den Bruchstücken der Formen zurück, wovon eö durch Wa-schen ans einem Ablaufheerd gesondert werden muß. Manlass in dieser Absicht-! Zoll Wasser hoch über die gestampften Stückefliesten, wahrend eiss Arbeiter die erweichte Erde mir einer Krückerühret, damit sie emporsteige und von dem Wasser mit fortgeführetwerde, die schweren Metalltheilchen zu Boden sinken und liegenbleiben. Sie werden alsdann ans einem kleinen Treib heerdgeschmolzen und zu gut geinacht, um zu Mbrserschcmmeln, me-tallenen Scheiben der Hebczenge und ahnlichen Geräthschafrenangewendet zu werden.

Der gegenwärtig zur großen Bequemlichkeit der Stnckgicsserallgemein eingeführte massive Guß hat anfangs große Widersprü-che gefunden; die vornehmsten Gründe dafür und dawider sindschon oben (Artik. Formen) angeführet worden. Wir dürfen da-her hier nur noch das hinzufügen, daß man sehr leicht einenFehlgriff thun kann, wenn man die Mangel des Gusses selbstdein mechanischen Verfahren dabei zuschreibt. Es findet nemlichbei allen Metallen nur Ein Grad von Reinheit und Vollkommen-heit statt, über den hinäus es durch die fernere Einwirkung desFeuers wieder zerstöret und in seinen Bestandtheilen schlechterwird. Dies ereignet sich um so mehr bei Metallmischungen, de-ren Bestandtheile nicht gleich feuerbeständig sind, und wo dereine sich schon zu zerstören anfängt, ehe der andere völlig inFluß kommc, wie das Kupfer und das Zinn; von welchem lez-tern sied durch die zu dem «schmelzen nothige Temperatur schonein bcträchriicher Theil orpdirct. Werden nun die verlohrncn Kö-pfe, so wie die ans der Bohrmaschine und bei dem Abdrehen er-haltenen Abgänge vorhergehender Güsse wieder angewendet, suchtman das dabei verlohrne Zinn zwar durch das An frischen (d.h. durch einen Zusatz von neuem Zinn) wieder zu ersetzen; alleinselbst der geschickteste Stückgiesser wird die dazu erforderliche Men-ge nicht mit Gewißheit bestimmen können, weil er nicht weiß,wie oft jene Abgänge nmgeschmolzen worden sind, und wie vielsie dabei Zinn verlohren haben? Nur bei solchem Geschütz, dasganzlich aus neuem Metall gegossen ist, kann man daher aufeine der Beschaffenheit seiner Legirung angemessene Dauerhaftig-keit rechnen. Obgleich die im Jahr 178z zu Sevilien angestellteUntersuchung zweier vier - und zwanzigpfündiger Kanonen, einermassiv- und einer hohlgegossenen, ebenfalls nicht als entschei-dend anzusehen ist, weil man die Verhältnisse ihrer Lcgirnng nicht

kannte.