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alten Geschütze, oben darauf aber d!e legirten Metallkuchen ge-siezt werden, die schon vorher in einem kleineren Ofen aus Ku-pfer und Zinn — bisweilen mir einem Zusatz von etwas Zink —zusammengeschmolzen, und in runde Scheiben oder viereckigePrismata gegossen worden sind (e?. KanonenmetaU undLegirung ). Man fangt hierauf an, durch in das S ch ü r-I o ch geworfene brennende Spähne dem Ofen Feuer zu geben, dasman nach und nach verstärket, wenn sich das Metall sowohl alsder Ofen genugsam erwärmet hat. Das Feuer darf jedoch auchnicht zu heftig werden; es würde ausserdem den Ofen zerstören,und einen beträchtlichen Theil des Metalls orydiren. Der zweck-mäßigste Hitzegrad wird durch die Erfahrung vermittelst der auSden Zuglöchern schlagenden Flamme beurtheilet.
Zu Unterhaltung des Feuers bedienet man sich trocknen Tan-nenholzes, von Z Fuß Länge und 2 bis Z Zoll ins Gevierte; demman bisweilen ^ sehr trockncs Eichen- oder Buchenholz beimi-schet, um eine größere Hitze hervor zu bringen. Dies geschiehetzedoch nur in wenig Giessereien; in den mehrestcn wird blos Tan-nenholz allein a igcwendetl Nach jedesmaligem Einwerfen neuerSchecke wird das Schürloch sogleich wieder fest verschlossen; auchdie Seirentbüren des OfenS werden nur von Zeit zu Zeit geöffnet,um das Metall mit 14 bis 15 Fuß langen, z Zoll dicken hölzernenRührstangen (rinx;arcl«) umzurühren, sowohl seine bessere Mi-schung als die Absonderung der noch darinnen vorhandenen Unrei-uigkciten zu befördern.
Diese erscheinen theils als Schlaken auf der Oberfläche desflüssigen Metalls, theils sind es Srückgen Backsteine und Lei-men, die durch die Heftigkeit des Feuers von den Wanden desOfens losgehcn. Sie werden mit hölzernen Krücken kurze Zeitvor dem Abstechen dcö Ofens herausgezogen, und das nun völligfließende Metall — das 16 bis 25 Stunden nöthig hat, in die-sen Zustand zu kommen — fleissig umgerühret, bis es ein völligkirschrothcs Ausehen bat, wo es gestochen, d. h. die Gosse ge-öffnet und das Metall in die Formen gelassen wird.
Eine halbe Stunde vorher wird von einigen Stückgiessern dersogenannte Secrctfluß — 4 bis 6 Unzen auf jede <5 Ctnr. ge-schmolzenes Metall — hinzugesezt, um das Metall zu reinigenund geschmeidig zu machen. Er bestehet ans iß- Pfund Quecksil-ber, I? Pfund Salpeter, 6 Unzen Sal ammoiiiak und 2 UnzenSchwefel. Vorausgcsezt aber, daß überhaupt zu dem Gießendes Geschützes nur sehr reines Kupfer und Zinn genommen wird,ist jener Zusatz entbehrlich; anstatt desselben schütte man lieberKohlengestübbe auf das flüssige Metall, um den durch das Ory-diren entstehenden Abgang zu verhindern. Zugleich werden in der-selben Absicht kurz vor dem Stechen und während dem Ausfliestendes Metalls große Stücken Schwcinfctt in den Ofen geworfen,welche die Oberflache des Metalls flüssig erhalten und'das Ent-