Druckschrift 
1,2 (1805) F - J
Entstehung
Seite
156
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Gem—Ger

Achtung des Marquis von Mvntalembcrt zu zwei und zwei,mit ihren Achsen nur 2 Toiscu von einander. Siehe FestungS-vattcricn.

(Seiende, durchgehendes, der Artillerie-Fuhrwesen, istgrößtentheils ohne Nutzen, und macht dagegen sehr niedrigeVorderrader zu einer nothwendigen Bedingung. Diese aber ha-ben den Nachtheil, daß sie bei üblem Wege und tiefem Geleise denZug schon an sich selbst erschweren , und daß alsdann die Achse ansdem hohen Kamme anfschleifet, wodurch entweder sie selbst oderdoch der Schlnßnagel leicht zerbrochen werden kann. Bei denWagen der reitenden Artillerie und bei den Pontonwage» hingegenist ein durchgehender Vorderwagen vorthcilhaft, weil die einenwie die andern öfters in einem beschrankten Raume kurz umlenkenmuhen, wo sie alSdann leicht umwerfen, wenn die Vorderrädernicht unter dem Wagen hindurch gehen.

Gemeine Schmnge, ein Geschütz des sechzehnten Jahrhun-derts, das Z2 Kaliber lang war, ^oEtnr. wog und eine 20 Pfundschwere eiserne Kugel mit 12 Pfund feinem Pulver im KcrnschnßEcxz, im Visirschuß r2oo, und mit der höchsten Elevatio», welchedie Einrichtung der Lastete verstattete — so etwa 15 Grad betrug —7140Schritt schoß. Man belegte auch gewöhnlich alle diejenigenSchlangengeschntze mit diesem Namen, die hinten am Stoß i Kali-ber , in der Mitte ? Kaliber und an der Mündung ä KUiber starkwaren. Sie hießen: der Drache oder die D 0 p p e l C 0 l n b ri-ne, die gemeine Schlange, die halbe Schlange, dieViertheilSschlangc, der Falke, der kleine Falke,der Sperber, der Doppelhaken, die Muskete, und derhalbe Haken (w. n. i.).

Gemengtes ZLisen ist diejenige Gattung deS geschmeidigen Ei-sens, welches ans faserigem und körnigem Eisen zugleichbestehet, und daher ans dem Bruche mancherlei Niancen dessel-ben zeiget. Da man es am häufigsten findet, wir! es auch fastzu alle» Schmiedearbeiten angewendet.

Gerbstahk (ncier oorrozch) ist rastinirtcr Rohstahl, den mandurch Gerben und Recken, d. h. durch mchrnaliges kirschrothGlühen und Ansschmieden zu seiner ferneren Annendung geschicktgemacht hat. Der Schmalkalder, Steicrmärkist?e, Tyroler undSolinger Stahl, wie er gewöhnlich im Handel vorkommt, gehö-ret dürchgehends zu dieser Sorte. Er ist im frischen Brucheblauer, und bei gleicher Härte grobkörniger als d,r Ccmcntstahl,laßt sich leichter bearbeiten, schweißen und schmieden, als dieser;auch verlieret er durch mehrmaliges Ausgerben und Schweißenvon seiner Härte nichts, und hält beim Häpcn einen größernHitzegrad aus, daher er auch vorzüglich zu Messer- und Degen-klingen brauchbar ist. Die Stangen sind ohie alle Beimischungvon Eisen gewöhnlich 1 Zoll breit und Z Zoll stck ausgeschmiedet;