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nach die geschmolzenen Schlacken, die gewöhnlich der Sinter(laitier) heiße», abgestochen werden. Die der Form I (tnvere)gegenüber befindliche Platte heißt das Voreisen oder dieGichtplatte (ccmtrsvvnt), weil die zu verschmelzenden Ei-fenftücke — die gebratenen Flossen, in eine Zange ge-faßt, nnd auf sie geleget werden, damit sie nach und nach indas Zngericht b (art-uset oder aire) herunter tropfen. Zudieser Absicht ist lezteres mit beneztem Kohlenstaube (Lösche,srasil) ansgcstampft, so daß eine trichterförmige Vertiefung ent-siehet, worinnen sich daö Eisen zu einer Luppe (lnupo) samm-let, die nachher zertheilet und unter dem Hammer gereckt oderansgeschmiedet wird. Der Arbeitsseite oder dem Sinterblech ge-genüber stehet eine dritte eiserne Platte, die Hinterplatteoder der Wolf, ä; eine vierte endlich schützet das äußere Ge-mäuer des Frisch - oder Z e rr e u n h e e r d e s a, über der s o r ml, gegen die Gewalt des Feuers, und heißt deshalb daö Eßei-fen, e. Um das Feuer zu verstarken, dienen zwei hölzerne G e-blase, s, die oben ander Waage hangen, unten aber ver-mittelst des Balg ge stelles ^ von der Welle mit den Dau-men (sabats oder msntnnnets) in die Hdhe gedrückt werden.
Die auf dem hohen Ofen erhaltenen Flüsse (les fln'h)werden in mehrern Hüttenwerken ausgeglühe t, ebe sie in denFrischheerd kommen. Dies geschiehet in den besonders dazubestimmten Bratofcn (knurnsau a rtztlr) wo der Wind-sirom die aufrecht gestellten Flüsse nicht berühret, sondernunter ihnen hinweg streichet, damit das Eisen bei dem >8 bis 20Stunden dauernden Glühen nicht schmilzt. Von den gebratenenFlüssen werden igc, Pfund auf Einmal in dem Frischheer-de geschmolzen, so daß man zuerst roo Pfund auf den obernRand der Gichtplatte legt, und die übrigen zo bis zo Pfundnachtragt, wozu gewohnlich 4 Stunden Zeit erfordert wer-den. Bestehet die Flosstngarbe aus schlechtem Eisen, wird dasFeuer so regieret, daß die Flüsse langsam niedergehen, und mandarf in diesem Falle keine spröden Zuschlage anwenden. Wahrenddas Eisen niedergehet, rübret es der Frischmeister mir dem Sperr(perclie) um, und bringt sie fleißig herauf vor den Wind, wo-durch die Arbeit sehr befördert wird (siehe Geschmeidiges Eisen).In einigen Hüttenwerken fahret der Frischmeister mir einer eiser-nen Stange unter das Eisen, und befördert durch stetes Umdre-hen der erstern das Anhangen des leztern. Hat sich ein Klu npenvon ohngcfahr 20 Pfund angehangen, wird die Stange herausge-zogen, und jener unter dem Hammer zu einem Stäbe ansge-schmiedet.
In England geschiehet das Verfrischen des Eisens in einemWindofcn mit abgeschwefeltcn Steinkohlen lEoalcs). Die G ü n-z e oder Flüsse werden hier auf den abhängigen Heerd gelegt,wo sie von dem Feuerstrome bestnchcn werden, und in den Tüm-